Das spleen*graz-Festival bringt bis 22. April tolle Produktionen für junges Publikum nach Graz. Eröffnet wurde am Donnerstag an der Oper mit einer inklusiven Version von „Die drei Musketiere“.
Es ist ja nicht so, als ob die LebensGroß-Theaterakademie, die Darstellern mit Beeinträchtigungen eine professionelle Ausbildung bietet, nicht bis jetzt schon tolle Arbeit geleistet hätte. Mit „Die drei Musketiere“ – einer Koproduktion mit der Oper Graz, die am Donnerstag mit seiner Premiere das spleen*-Festival eröffnet hat – erreicht das inklusive Kollektiv ein neues Level.
Ralph Benatzkys Operette dient als Vorlage und liefert mit ihren Themen – Mut, Freundschaft, Selbstbestimmung – viele Anknüpfungspunkte für Regisseur Georg Schütky und sein Team. Auf wunderbare Weise verschmelzen die Darsteller mit den Profisängern der Grazer Oper und zehn Philharmonikern unter Stefan Birnhuber zu einem Ensemble: Janos Mischuretz, Tobias Spiegl und Helena Käfer glänzen als Musketiere, Josephine Renelt punktet als Königin Anne nicht nur mit Stimme, sondern auch mit Herz.
Heimtücke und Stimmgewalt
Robert Nemes gibt eine wunderbar heimtückische Kardinälin, ihr zur Seite eine stimmgewaltige Leah Bedenko als Söldnerin. Agnes Zenz spielt eine herrlich hintertriebene Manon, Melanie Schaller einen wunderbar-nonchalanten Pater Ignotius. Die Lacher auf ihrer Seite haben Janosch Ostrowski als König Ludwig, Florian Finsterbusch als patscherter Zuckerbäcker und Lena Strohriegel als alarmistischer Oberst.
Zu sehen bis 25. April auf der Studiobühne der Oper – viel sympathischer, offener und unterhaltsamer kann man Operette nicht erleben. Nicht verpassen!
Gastspiel aus Belgien
Einem schwierigen Thema – nämlich dem Tod – näherte sich beim spleen*graz auch das Gastspiel „Code heart“ der belgischen Kopergietery. Darin treffen eine junge Frau und ein Android aufeinander, die beide ihre Mutter/Erzeugerin verloren haben. Können Mensch und Maschine gemeinsam trauern? Oder sind sie vielmehr eine Gefahr füreinander? Und wer profitiert eigentlich davon, wenn sie sich hassen oder lieben? Große Fragen wirft das Stück als sympathischen Mix aus Live-Theater und Computerspiel auf.
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