Pustertal chancenlos

Die 99ers legten vor: 5:1 im ersten Finalspiel!

Steiermark
15.04.2026 21:58

Was war das für ein Auftakt der Grazer Eishockey-Cracks in der Finalserie gegen Pustertal. Die 99ers schossen im mit 4126 Fans ausverkauften Liebenauer Bunker die Südtiroler Gäste mit 5:1 aus dem Stadion. Das war ein ordentliches Statement der Lacroix-Truppe für die kommenden Spiele. Weiter geht es schon am Freitag in Bruneck. 

Das hat Graz so noch nicht gesehen! Erstmals in der 27-jährigen Geschichte stehen die Eishockey-Cracks der 99ers in einem Finale. Die Karten dafür waren binnen weniger Minuten ausverkauft, keiner wollte dieses historische Spiel gegen Pustertal, das ebenfalls erstmals in der Endspielserie der ICE Hockey League vertreten ist, versäumen. Der Liebenauer Bunker war mit 4126 Fans bis auf den letzten Platz gefüllt. 

Die Präsidenten der beiden Klubs wünschten sich alles Gute für die Finalserie: Herbert Jerich ...
Die Präsidenten der beiden Klubs wünschten sich alles Gute für die Finalserie: Herbert Jerich (li.) auf Seiten der 99ers und Erich Falkensteiner von Pustertal.(Bild: Sepp Pail)

Es waren schon vor dem ersten Bully besondere Momente für das steirische Eishockey: Denn wie vor jedem Finale wurden nicht nur die Nationalhymnen gesungen, sondern beide Teams hatten auch schon einen ersten Blick auf das Objekt der Begierde: die Karl-Nedved-Trophy. Den Siegerpokal für den Meister der ICE Hockey League. Natürlich ließen sich die Fans nicht lumpen, pushten die eigene Mannschaft mit einer Choreographie. 

Die Grazer erwischten dann den besseren Start, hatten gleich drei gute Einschusschancen. Im Tor wollten die Heimischen kein Risiko eingehen, ließen „Hexer“ Max Lagace nach seiner Verletzung als Vorsichtsmaßnahme noch auf der Tribüne. So stand Nico Wieser im Tor. Nach rund sechs Minuten wurde es hektisch, doch der Puck war knapp nicht im Kasten der Gäste. Nach 8:58 Minuten flog dem Stadion dann förmlich das Dach weg: Topscorer Lukas Haudum fackelte aus spitzem Winkel nicht lange und traf ins Kreuzeck zur Grazer Führung! Dem ersten 99ers-Tor in einem Finale überhaupt. Defensiv wurde es nach 15 Minuten erstmals so richtig brenzlig – doch Goalie Wieser behielt die Nerven. Das Tor schossen abermals die Grazer: Nach einem unübersichtlichem Gestocher vollendete Josh Currie zum 2:0!

Lukas Haudum (Mi.) war der erste Finaltorschütze der 99ers in der Vereinsgeschichte.
Lukas Haudum (Mi.) war der erste Finaltorschütze der 99ers in der Vereinsgeschichte.(Bild: Sepp Pail)

Mit einem Powerplay der 99ers startete dann das Mitteldrittel – der dritte Treffer blieb dem Sieger des Grunddurchgangs aber verwehrt. Stattdessen konnten die Südtiroler nach rund 25 Minuten auf 1:2 verkürzen. Woraufhin gleich einmal die erste größere Reiberei zwischen mehreren Spielern folgte. Danach ging es hin und her, beide Teams hatten gute Möglichkeiten. Das Tor machten aber die 99ers in Minute 34: Frank Hora bekam an der blauen Linie den Puck, machte noch zwei Meter und schoss trocken ins lange Kreuzeck zum 3:1 ein. Die Fans dankten es mit einem „Steht auf, wenn ihr Grazer seid!“ Mit diesem Stand ging es auch in die zweite Pause. 

Und nach gerade einmal 35 Sekunden im Schlussdrittel war die Messe endgültig gelesen: Lukas Haudum sorgte im Powerplay mit einem Kracher für die 4:1-Vorentscheidung. „Dich hat der Himmel geschickt“, dröhnte es da aus den Lautsprecherboxen. Das dachten sich mit Sicherheit auch die Grazer Fans. Genug hatten die 99ers aber noch lange nicht: Nick Bailen umkurvte in der 44. Minute geschickt einen Pustertaler und schloss mit einem überlegten Flachschuss ins lange Eck ab. Die 5:1-Führung! Die Laola-Welle ging durch den Bunker, die Fans waren in völliger Ekstase.

Zweimal Alu verhinderte noch höheren Sieg
Und Haudum hätte nach 47 Minuten fast den Dreierpack fixiert, einzig die Querlatte hatte etwas dagegen. War den Fans auch egal, sie feierten einen gelungenen Eishockey-Abend und kamen aus dem Singen gar nicht mehr heraus. Da feierten auch die beiden Edel-Fans Andreas Gabalier und Gernot Kulis kräftig mit. Tim Harnisch klopfte in der Schlussminute auch noch an der Stange an. So blieb es beim spektakulären 5:1 für die 99ers. Schon am Freitag geht es in Bruneck weiter.

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