04.07.2014 10:09 |

Video zeigt Unglück

Brückeneinsturz: 2 Tote in WM-Ort Belo Horizonte

Der Einsturz einer Straßenbrücke im WM-Halbfinalort Belo Horizonte hat zwei Todesopfer gefordert und für Trauer im Land des WM-Gastgebers Brasilien gesorgt. Bürgermeister Márcio Lacerda bestätigte am Donnerstagabend, dass bei dem Unglück zwei Menschen ums Leben kamen. Die Zahl der Verletzten beläuft sich auf rund 20. Die Stadt ordnete eine dreitägige offizielle Trauer an. Im Video oben sehen Sie den Moment des Brückeneinsturzes.
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Die tonnenschweren Betonbauteile hatten zwei Lkw, ein Auto und teilweise einen Bus unter sich begraben. Die genaue Unglücksursache ist laut Lacerda noch unklar, er kündigte Untersuchungen an. Die Arbeiten seien jedenfalls von einem renommierten Unternehmen ausgeführt worden, hieß es.

Ein Augenzeuge hat die Minuten unmittelbar nach dem Unglück gefilmt.

Bei einem der Todesopfer handelt es sich höchstwahrscheinlich um die Busfahrerin. Auch Stunden nach dem Unglück war unklar, ob es in dem unter den Trümmern liegenden Auto weitere Tote gibt. "Es ist auch nicht auszuschließen, dass möglicherweise ein lebendes Opfer gefunden wird", sagte ein Sprecher der Polizei.

Aus den umliegenden Häusern strömten Schaulustige herbei, binnen weniger Minuten kreisten mehrere Hubschrauber über dem Unglücksort, der nicht einmal zehn Kilometer vom WM-Stadion Mineirao in Belo Horizonte entfernt ist. Dort findet am Dienstag eines der beiden WM-Halbfinali statt.

Die Brückenkonstruktion an der Avenida Pedro I war in Sekundenschnelle eingestürzt. Es hätte zu einer noch größeren Tragödie kommen können: Vom Omnibus wurde nur der vordere Teil des Fahrzeuges völlig eingequetscht, die Passagiere im hinteren Teil des Busses konnten das Fahrzeug verlassen. Einige erlitten Verletzungen. "Das hat sich wie eine Explosion angehört. Es war ein riesiger Krach und sehr viel Staub", berichtete ein Anrainer.

Die Brücke war Teil der milliardenteuren Ausbauarbeiten für den öffentlichen Nahverkehr und sollte das Netz der Schnellbusspuren der Millionenmetropole erweitern.

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