Tödliche Gefahren

„Taxi“ rettete 8500 Frösche in der Steiermark

Steiermark
10.04.2026 16:29
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Wenn sie sich auf den Weg zur Eiablage machen, lauern immer mehr Gefahren auf Kröten, Frösche und Molche. In der Steiermark wurde das „Krötentaxi“ etabliert. Es hilft den Tieren bei der Wanderung.

Ob Kanaldeckel, in die sie fallen können, Autos, die sie übersehen, oder natürliche Feinde wie Füchse oder Krähen – wenn Kröten, Frösche oder Molche ihre Winterquartiere verlassen und zum Laichen aufbrechen, begeben sie sich in Gefahr. Die Naturschutzjugend Steiermark war deswegen auch heuer, wie schon in den 27 Jahren davor, im Einsatz.

Temporäre Schutzzäune
Entlang bekannter Wanderstrecken rund um Graz werden an Straßenrändern temporäre Amphibienschutzzäune aufgebaut. Diese niedrigen Kunststoffbarrieren verlaufen parallel zur Straße. Denn dort laufen die langsamen Tiere Gefahr zu sterben. Kröten brauchen bis zu 15 Minuten, um eine zweispurige Straße zu überqueren. Die Zäune halten die Tiere davon ab, direkt auf die Fahrbahn zu gelangen. Stattdessen werden sie entlang des Zauns geleitet.

Landesrat Hannes Amesbauer (Mitte) mit Vertretern der Naturschutzjugend Steiermark beim ...
Landesrat Hannes Amesbauer (Mitte) mit Vertretern der Naturschutzjugend Steiermark beim „Krötentaxi“-Einsatz(Bild: Land Steiermark)

In regelmäßigen Abständen finden sich im Boden eingegrabene Kübel. Die Amphibien fallen in diese Sammelbehälter. Zweimal am Tag werden die Kübel von fleißigen Helfern kontrolliert und mittels „Krötentaxi” auf die gegenüberliegende Straßenseite gebracht, wo sie ihre Wanderung sicher fortsetzen können. Eine erste Berechnung zeigt, dass bei den Standorten der Naturschutzjugend heuer schon mehr als 8500 Amphibien gerettet werden konnten.

Biodiversität wird gestärkt
Auch Hannes Amesbauer (FPÖ), Landesrat für Natur- und Tierschutz, unterstützte die Aktion persönlich und fungierte selbst als Amphibienchauffeur. „Der Einsatz der Naturschutzjugend zeigt eindrucksvoll, wie viel mit Engagement und positivem Gestaltungswillen erreicht werden kann”, sagt er.

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