Der FC Stinatz (2. Klasse Süd A) lebt sportlich wieder auf. Der Nachfolgeverein des einstigen Landesliga-Riesen entfacht eine neue Welle der Euphorie. Dabei ist vor allem die burgenland-kroatische Identität ein zentraler Bestandteil des Vereins.
Weit über die Landesgrenzen hinaus ist der Ort fast jedem ein Begriff. Besungen von S.T.S. im Klassiker „Fürstenfeld“, durch die „Eierkratzer von Stinatz” an Bekanntheit geraten. Und zuletzt durch Thomas Stipsits und seine burgenland-kroatischen Dorfkrimis auch auf die große Bühne gebracht. Doch der 1200 Seelen-Ort hat noch weit mehr zu bieten als nur klangvolle Erwähnungen...
Auch fußballerisch lebt Stinatz wieder auf. Jahrelang war der ASKÖ fester Bestandteil der Landesliga, bis 2015 die Tore des Klubs geschlossen wurden. „Danach ist eine unglaubliche Euphorie entstanden. Die Leute wollten wieder Fußball sehen”, erinnert sich Obmann Peter Zsifkovits vom Nachfolgeklub FCS.
2023 folgte der Restart in der 2. Klasse. Obwohl man sportlich ganz unten steht ist die Begeisterung ungebrochen. Pilgern im Schnitt 300 Zuschauer zu den Heimspielen. „Stinatz ist unüberbietbar, wenn es um Fußball-Euphorie geht. Nach sieben Jahren Pause sind die Leute noch hungriger”, so Zsifkovits.
Ein ganz zentraler Bestandteil ist auch die burgenland-kroatische Kultur. „Mi smo Stinjaki” – „Wir sind Stinatzer”: Mit diesen Worten schwört sich das Team vor jeder Partie ein. Von jung bis alt weiß man im Ort, wie wichtig es ist, diese Identität zu bewahren.
Auch prominente Unterstützung ließ nicht lange auf sich warten. „Gruppeninspektor” Thomas Stipsits sorgte zuletzt mit einer Matchpatronanz in seiner Heimat für zusätzliche Aufmerksamkeit.
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