Zweiter Standort in EU

Steyr Motors schluckt dänischen Marinespezialisten

Wirtschaft
08.04.2026 07:00

Der Motorenhersteller aus Oberösterreich verbreitert mit der Übernahme von BUKH A/S – einem dänischen Hersteller für Rettungsboot-Motoren – sein Portfolio und erhält so einen zweiten Produktionsstandort in Europa.

Steyr Motors hat den Kauf des Marine-Spezialisten Bukh abgeschlossen. Der oberösterreichische Triebwerkshersteller teilte am Dienstag mit, dass er nun 100 Prozent der Anteile an der dänischen Bukh A/S und der zugehörigen Immobiliengesellschaft SLC Ejendomme ApS übernommen habe. 

Damit erweitert Steyr Motors sein Angebot für zivile und militärische Boote auf eine Leistung von 24 bis 700 PS und holt sich einen Spezialisten für sogenannte SOLAS-zertifizierte („Safety of Life at Sea“, also „Schutz des menschlichen Lebens auf See“) Rettungsboot-Motoren an Bord.

Positive Auswirkungen auf Ergebnis erwartet
Von der Übernahme verspricht man sich positive Auswirkungen auf das operative Ergebnis und die Gewinnspanne vor Zinsen und Steuern (EBIT). Alleinvorstand Julian Cassutti dabei spricht dabei von „der Grundlage für weiteres internationales Wachstum.“

Steyr Motors entstand im Jahr 2001 durch den Kauf des eigenen Managements aus der ehemaligen ...
Steyr Motors entstand im Jahr 2001 durch den Kauf des eigenen Managements aus der ehemaligen Steyr-Daimler-Puch-Gruppe und hat seinen Sitz im oberösterreichischen Steyr.(Bild: Fotostudio Eder)

Außerdem verschafft Bukh A/S dem Motorenhersteller strategisch ein Vertriebsnetzwerk, das den Marktzugang insbesondere in Asien und Südamerika verbessern soll, und stärkt die Position im wachsenden militärischen Markt für unbemannte Überwassersysteme (USV). Der bisherige Eigentümer und Vorstand des im Süden Dänemarks, nahe Flensburg ansässigen Unternehmens, Søren Christiansen wird die Integration mindestens zwei Jahre lang im Aufsichtsrat begleiten.

Steyr Motors verzeichnete zu Beginn des vergangenen Jahres einen Rekordauftragsbestand von über 300 Millionen Euro, getrieben durch Nachfrage im Rüstungs- und Marinetechniksektor aufgrund der geopolitischen Situation. Das Unternehmen entwickelt und produziert hochleistungsfähige Dieselmotoren, die vor allem in Spezial‑ und Militäranwendungen, Booten und als Hilfsaggregate (APUs) eingesetzt werden.

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