Wegen eines Zahndefekts wäre das Tier beinahe verhungert: Im Assisi-Hof in Stockerau (Niederösterreich) hat sich Kaninchen „Frodo“ nun aber erholt!
Ausgemergelt und völlig fertig von einer langen, einsamen Reise wurde das Kaninchen auf einem Parkplatz in Stockerau gefunden. „Deshalb haben wir ihn ,Frodo‘ getauft“, sagt Tierpfleger Alfred Kofler in Anspielung an Frodo Beutlin aus „Herr der Ringe“.
Wohl von jemandem ausgesetzt, wusste Kaninchen „Frodo“ alleine nicht, wo er hin soll. „Kaninchen leben immer in Gruppen, deshalb sollte man mindestens zwei haben“, sagt der Tierexperte. Doch der hoppelnde Reisende war nicht nur einsam, sondern auch die wichtigen Schneidezähne wuchsen in alle Richtungen.
Immer wieder landen kleine Nager mit diesem Genfehler am Assisi-Hof. Die Tierschützer besuchten dann mit „Frodo“ eine Tierzahnärztin, die ihm – zu seinem eigenen Schutz – die schiefen Zähne ziehen musste. „Es hat sich leider auch danach kein Besitzer gemeldet“, sagt Alfred Kofler.
Kann kein Heu mehr knabbern
Aber der kleine „Osterhase“, der ja eigentlich ein Kaninchen ist, bleibt ein echter Kämpfer. Heu und passendes Futter kann er nicht mehr knabbern. Damit er genug Energie zum Hoppeln hat, bekommt er weiches Spezialfutter zu fressen und hin und wieder auch Haferbrei oder weiches Obst.
Heute hat man 24h lang am Tag die Möglichkeit, sich ein Tier zu nehmen. Dabei sollte die Anschaffung genau überlegt werden.

Alfred Kofler, Tierpflege-Leiter Assisi-Hof
Bild: Tierschutzverein Österreich
Experten des Tierschutzvereins Österreich, der den Assisi-Hof betreibt, erklären: „Tiere nicht einfach aussetzen und eine Anschaffung genau überlegen. Auch Freilauf ist extrem wichtig.“ Wer umgekehrt einmal dem Osterhasen etwas schenken möchte, der kann „Frodo“ auch mit einer Futterspende helfen.
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