Die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl jährt sich am 26. April zum 40. Mal. Im TV wird vielfach an die Tragödie erinnert. Die beiden deutschen Sender ZDF und ARD beginnen den Berichterstattungsreigen und zeigen noch einmal auf, womit die Menschheit vor vier Dekaden konfrontiert war.
Am 26. April 1986 explodiert Block 4 im Kernkraftwerk Tschernobyl nahe der Stadt Prybjat. Ein Super-GAU mitten im Kalten Krieg. Niemand ist darauf vorbereitet und alle sind überfordert angesichts des Ernsts der Lage. Das Sowjetsystem vertuscht und spielt auf Zeit, währenddessen breitet sich eine radioaktive Wolke nach Westen aus, die auch nach Österreich reicht.
Der Unfall hat Europa erschüttert und nachhaltig verändert. Zum 40. Jahrestag der Katastrophe schicken sich auch die Fernsehsender an, an das tragische Ereignis zu erinnern. Los geht es heute Abend (20.15 Uhr) mit der Doku „Tschernobyl – Die Katastrophe“ auf ZDF. Überlebende erzählen von diesem Jahrhundertdrama, das sie leibhaftig miterlebt haben.
Darunter der Atomingenieur Nikolai Steinberg, der den Reaktor mit aufgebaut und wesentliche Erkenntnisse zum Hergang der Katastrophe beigesteuert hat. Direkt im Anschluss (21 Uhr) beleuchtet „Russlands Atomgeschäfte – Europa in der Falle“, warum Nukleardeals im Osten noch immer sehr eindringlich sind. Dass es auch ohne Russland geht, zeigt die Ukraine: Sie bezieht Kernbrennstäbe inzwischen vom amerikanisch-kanadischen Konzern Westinghouse.
ARD zieht am 13. April um 23.05 Uhr mit dem Doku-Thriller „Tschernobyl 86 – Der Super-GAU“ nach. Das Projekt von Volker Heise beruht zu 100 Prozent auf originale Archivbilder. „Tschernobyl ist keine abgeschlossene Geschichte, die uns nichts mehr angeht, sondern eine Parabel über die technische Zivilisation und ihre Krisen“, so der Regisseur, „der Film ist ein ferner Spiegel.“
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