Der Tierschutzverein Tirol braucht dringend Plätze zur Auswilderung jener Igel, die im Herbst verletzt oder geschwächt aufgenommen worden sind. Wer einen naturnahen Garten besitzt, erfüllt die Voraussetzungen dafür.
Die Igel, die die vergangenen Monate im Tierheim Mentlberg in Innsbruck verbracht haben, erwachen nun aus dem Winterschlaf und wollen bzw. müssen hinaus in die Natur. Die Auswilderung ist nicht ganz einfach, der Tierschutzverein schafft das nicht allein.
Zwischenstation im Naturgarten
„Etwa die Hälfte der Tiere können wir zurück in ihr ursprüngliches Revier bringen, für die anderen benötigen wir Auswilderungsplätze“, sagt Philipp Lang, Leiter der Abteilung Wildtiere in Mentlberg. Deshalb werden nun Tierfreunde gesucht, die Igel vorübergehend bei sich im Garten aufnehmen.
Kein englischer Rasen, kein Mähroboter
Eine Voraussetzung dafür stellt ein naturnaher Garten dar, der den Tieren auch Versteckmöglichkeiten bietet. Der darf keinen englischen Rasen haben und nicht komplett eingefriedet sein. Mähroboter sind tabu! „Die Tiere müssen selbstständig herauskommen“, betont Philipp Lang.
Stark frequentierte Straßen in der Umgebung, eine Bahnlinie, ein Fluss, verbaute Bäche oder ein Pool, wo die Tiere hineinstürzen können, dürfen sich nicht in der Umgebung befinden.
Interessierte sollen sich bitte bei uns melden und Fotos vom Garten schicken. Wir schauen uns das an und melden uns, wenn wir den Platz für geeignet halten.
Philipp Lang, Leiter Wildtierstation, Tierheim Mentlberg
Nach zwei Wochen endgültig zurück in die Freiheit
Der Igel muss sich zunächst in einem geschlossenen Kleingehege mit Häuschen aufhalten, nach rund zwei Wochen darf er in die Freiheit – zusätzlich bekommt er noch Futter angeboten. „Als Igelhaus reicht eine umgedrehte Holzkiste, solche Häuschen verleihen wir auch gegen eine kleine Gebühr“, sagt Lang.
Wer Fragen bzw. Interesse hat, kann sich bei der Wildtierauffangstation in Mentlberg melden: 0660/23768401 bzw. E-Mail: wildtierhilfe@tierschutzverein-tirol.at
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