„Unangenehme“ Bitte

Mette-Marit: Wirbel um brisante Chats mit Epstein

Royals
02.04.2026 12:18
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ende März nahm Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit erstmals in einem TV-Interview zu ihrer Verbindung zu Jeffrey Epstein Stellung. In dem Gespräch deutete die 52-Jährige eine unbehagliche Situation mit dem verurteilten Sexualstraftäter an. Worum es sich dabei handelte, das soll nun ein brisanter Chatverlauf enthüllen.

Im Interview mit dem Sender NRK wollte Kronprinzessin Mette-Marit nach den Enthüllungen rund um ihre Bekanntschaft mit Jeffrey Epstein Rede und Antwort stehen – und vor allem das Vertrauen wieder herstellen.

Mette-Marit rief aus Epstein-Villa Haakon an
Doch das Gespräch im norwegischen TV warf auch neue Fragen auf. Etwa, als die Ehefrau des norwegischen Kronprinzen andeutete, dass sie sich in Epsteins Villa in Florida wegen des Verhaltens des Milliardärs sehr unwohl gefühlt und deshalb sogar Haakon angerufen habe, jedoch nicht auf weitere Details eingehen wollte. „TV 2“ will nun herausgefunden haben, was damals wirklich geschah.

Ende März gab Mette-Marit dem norwegischen TV-Sender NRK ein Interview zum Fall Epstein.
Ende März gab Mette-Marit dem norwegischen TV-Sender NRK ein Interview zum Fall Epstein.(Bild: APA-Images / NTB / Torbjørn Brovold)
Mette-Marit sprach im Interview mit NRK von einer Situation in Epsteins Villa in Florida, in der ...
Mette-Marit sprach im Interview mit NRK von einer Situation in Epsteins Villa in Florida, in der sie sich unangenehm gefühlt habe. Chats aus den Epstein-Akten sollen enthüllen, worum es dabei ging.(Bild: APA-Images / Action Press / Stella)

Der TV-Sender beruft sich in seinem Bericht auf Informationen aus einem Chatverlauf zwischen der Kronprinzessin und dem US-Milliardär, der in den Epstein-Akten einsehbar ist. Der Nachrichtenverlauf stamme demnach aus dem Jahr 2013. Damals war Mette-Marit in Epsteins Villa in Palm Beach zu Gast.

Epstein drängte auf Telefonat mit „Patentochter“
In dem Mailverkehr zwischen der Kronprinzessin und dem Finanzier werde deutlich, wie sehr Epstein versuchte, die Norwegerin für seine Zwecke zu instrumentalisieren, berichtete „TV 2“ nun. Der Sexualstraftäter habe Mette-Marit massiv bedrängt, Kontakt mit einem 17-jährigen Mädchen aufzunehmen, das laut seiner Aussage seine „Patentochter“ war.

2013 war die Kronprinzessin in Epsteins Villa in Palm Beach zu Gast. Dabei soll es auch zu einem ...
2013 war die Kronprinzessin in Epsteins Villa in Palm Beach zu Gast. Dabei soll es auch zu einem unangenehmen E-Mail-Austausch mit dem Milliardär gekommen sein.(Bild: APA-Images / REUTERS / Marco Bello)

Mette-Marit reagierte auf die Bitte zurückhaltend, schrieb in ihrer Antwort vom 7. Jänner 2013 demnach: „Neeeein, das ist mir echt zu unangenehm. Ich bin da so schüchtern.“ Dass die Kronprinzessin auf das Drängen des damals bereits vorbestraften Sexualstraftäters mit „Schüchternheit“ statt mit klarer Distanzierung reagierte, sorgt nun natürlich für neuen Wirbel.

„Das ist mir zu unangenehm“
Und mehr noch: Mette-Marit gab laut Chatverlauf aus den Epstein-Akten sogar dem Drängen des Milliardärs nach, lenkte mit den Worten: „Okay, ich versuche, nach dem Strand den Mut aufzubringen“, vorerst ein. Als Epstein erklärte, das Mädchen sei am Abend wieder da, schrieb sie: „Perfekt, dann rufe ich an.“

Am Ende zog Mette-Marit dennoch die Reißleine, schrieb Epstein wenige Stunden nach dem ersten Austausch von Nachrichten: „Jeffrey, ich werde sie nicht anrufen. Das ist mir zu unangenehm.“ Doch gleichzeitig bot die Kronprinzessin an, dem Mädchen lieber ein Geschenk zu machen. 

Der E-Mailverkehr zwischen Mette-Marit und dem verurteilten Sexualstraftäter soll in den ...
Der E-Mailverkehr zwischen Mette-Marit und dem verurteilten Sexualstraftäter soll in den Epstein-Files einsehbar sein.(Bild: AFP/BRENDAN SMIALOWSKI)

Epstein antwortete daraufhin: „Sie ist 17, sie dachte, es würde großen Spaß machen. Aber ich möchte auf keinen Fall, dass du dich unbehaglich fühlst. Hattest du einen guten Tag?“ Aus den Nachrichten wird allerdings nicht ersichtlich, worüber sich Mette-Marit mit Epsteins angeblicher „Patentochter“ überhaupt hätte unterhalten sollen.

Länger Kontakt als gedacht?
Zudem wirft der E-Mailverkehr laut „TV 2“ Fragen zum zeitlichen Ablauf auf. Der Palast hatte bekannt gegeben, dass der Kontakt zwischen Epstein und Mette-Marit 2013 abgebrochen worden sei. Wie die Nachrichten nun belegen, hätte es bis in den Sommer 2014 Treffen und Shopping-Touren in New York gegeben. 

Auf die neuen Enthüllungen und Fragen zum Verbleib des von Mette-Marit angebotenen Geschenks für Epsteins „Patentochter“ reagierte der Palast laut „TV 2“ kurz angebunden und verwies auf das Interview der Kronprinzessin mit NRK.

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