Der Sender „History Channel“ hat einen Preis für Schüler ausgeschrieben. Vier Niederösterreicherinnen machen mit.
Zurück ins Jahr 1884 im Waldviertel: Familie Schneider weckt frühmorgens die Kinder auf. Nicht für die Schule, sondern für einen sehr langen Arbeitstag. Das lag Waldviertel zur Kaiserzeit nicht wie heute am Rand Österreichs, sondern mitten in der Donaumonarchie. Die Region war damals für die Textilindustrie bekannt. Da mussten in ärmeren Verhältnissen auch Kinderhände hart zupacken.
Keller wird zur Arbeiterwohnung
In der Gegenwart haben vier Schülerinnen aus der 3c-Klasse der Sportmittelschule Yspertal dieses Leid in ihrem Privatkeller verfilmt. „Den haben wir so umgestaltet, dass er wie eine Arbeiterwohnung aus dieser Zeit aussieht“. Aus Faschingskostümen wurden zu Kleider der Bauernleute aus dieser Zeit umfunktioniert. Lehrerin Evelyne Holzreiter war begeistert vom Ergebnis. Und reichte den Film daher beim „History Award“ des Geschichte-Senders History Channel ein. „Das Thema Kinderarbeit haben die Mädchen selbst ausgesucht“, so die Pädagogin. Es passt zum Motto des Wettbewerbes „Sei ein Mensch“.
Wir sind stolz auf unsere Mädels und hoffen, dass viele für das Projekt stimmen.
Lehrerin Eveline Holzreiter
Bis 5. April mitstimmen
Das Video der Schülerinnen ist im Internet auf der Website des Senders zu sehen, der in Deutschland, Österreich und in der Schweiz als Privatsender zu empfangen ist. Mit schauspielerischem Talent zeigen die 13-Jährigen in schwarz-weiß-Bildern, wie hart die Arbeitsbedingungen für die Kinder in den Fabriken waren und wie frühere Generationen den heutigen Wohlstand geschaffen haben. Abstimmen für den Film kann man noch bis Sonntag, 5. April.
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