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Pflegegeld gekürzt: Kritik an PVA wird lauter

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12.04.2026 00:01
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Porträt von Promotion Team
Von Promotion Team

In Tirol schlagen die Zahlen Alarm: In mehr als jedem dritten geprüften Fall wurden Betroffene falsch eingestuft. Die Arbeiterkammer spricht von massiven Systemfehlern – und fordert dringend Konsequenzen.

Die Kritik an der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) reißt nicht ab. Im Fokus steht die Praxis bei der Einstufung von Pflegegeld sowie bei Berufsunfähigkeit, Invalidität und Rehabilitationsgeld. Laut aktuellen Zahlen der AK Tirol wurden zwischen 2023 und 2025 insgesamt 3.812 Fälle begleitet – in 1.227 Fällen bekamen die Betroffenen recht.

AK-Präsident Erwin Zangerl sieht darin ein klares Signal: 

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„Diese Zahlen widerlegen klar die Behauptung, es werde zu großzügig entschieden. Das Gegenteil ist der Fall – hier besteht dringender Handlungsbedarf.“

Erwin Zangerl, AK-Präsident

Jeder dritte Betroffene zu Unrecht benachteiligt
Die Bilanz ist brisant: Rund 32 Prozent der überprüften Fälle waren fehlerhaft. Das bedeutet, dass jeder dritte Betroffene erst durch den Einsatz der Arbeiterkammer zu seinem Recht kam. „Diese Zahlen widerlegen klar die Behauptung, es werde zu großzügig entschieden. Das Gegenteil ist der Fall – hier besteht dringender Handlungsbedarf“, betont Zangerl.

Hohe Kosten und unnötige Verfahren
Die Fehleinstufungen haben nicht nur persönliche Folgen für die Betroffenen, sondern auch massive Auswirkungen auf das System. Laut AK führen die falschen Entscheidungen zu langwierigen und kostspieligen Verfahren.

Dabei werden Ressourcen der Justiz und der Arbeiterkammer gebunden – Kosten, die laut Kritik vermeidbar wären. Die Forderung ist daher eindeutig: Das System der Begutachtungen müsse grundlegend überarbeitet werden.

Schock-Fall: Pflegegeld trotz Amputation gekürzt
Wie drastisch die Auswirkungen sein können, zeigt ein besonders brisanter Fall aus Tirol: Ein 70-jähriger Mann, beidseitig beinamputiert und dialysepflichtig, wurde neu begutachtet – von extra aus Wien angereisten Gutachtern. Das Ergebnis sorgt für Empörung: Sein Pflegegeld wurde herabgestuft.

Für Zangerl ein unhaltbarer Zustand:

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„Solche Methoden sind unwürdig und klar abzulehnen. Hier braucht es rasch Änderungen bei Ablauf und Durchführung der Begutachtungen.“

Erwin Zangerl, AK-Präsident

Fazit:
Ein System, das eigentlich helfen soll, bringt immer mehr Betroffene in Bedrängnis – und sorgt für wachsende Empörung.

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