Schloss Eggenberg

Barocke Stillleben bis ins kleinste Detail sehen

Steiermark
28.03.2026 10:00

Heute öffnet das Grazer Schloss Eggenberg nach der Winterpause wieder seine Tore – und damit auch die dort angesiedelte Alte Galerie. In einer neuen Sonderausstellung kann man dort nun auch drei Stillleben des Barockmalers Pieter Claesz sehen – nicht nur im Original.

Schon im Original sind die drei Stilleben des niederländischen Barockmalers Pieter Claesz (1597/98-1660) eine kleine Sensation. Der opulent gedeckte Tisch in „Stilleben mit Früchtepastete“ aus dem Jahr 1637 etwa spiegelt den Wohlstand des aufstrebenden Bürgertums dieser Zeit wider, das solche Bilder in Autrag gab. In „Stillleben mit Glaspokal“ (1642) zeigt sich eine gewisse Weiterentwicklung von Claesz – schlichter und pietätsvoller ist das Motiv, noch feiner die Malweise. Düsterer hingegen ist das „Vanitas-Stilleben“, das Claesz vier Jahre vor seinem Tod gemalt hat uns als Memento Mori von der Vergänglichkeit des Lebens erzählt.

Digitaler Tisch bringt barocke Detials nahe
Nicht alle Tage sieht man diese drei Bilder zusammen – das eine ist als Dauerleihgabe in der Alten Galerie im Grazer Schloss Eggenberg, die anderen beiden kommen aus dem KHM in Wien und dem Kunst Museum Winterthur, die für diese Ausstellung auch zusammengearbeitet und gemeinsam mit der Kaiserschild-Stiftung etwas besonderes ermöglicht haben: Für die Schau wurden nämlich höchstauflösende Bilder der drei Werke gemacht.

Paul Schuster, Leiter von Schloss Eggenberg und Alte Galerie und Kurator Stefan Albl (v.l.) ...
Paul Schuster, Leiter von Schloss Eggenberg und Alte Galerie und Kurator Stefan Albl (v.l.) präsentierten den spannenden Dialog zwischen Original und digitaler Nahaufnahme(Bild: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek)

Doch welchen Nutzen haben die Besucher davon? Auf einem interaktiven Bildschirm kann man die drei Bilder aufrufen und digital ganz tief in das Werk hineinzoomen. Man erkennt Pinselstriche, Krakeleerisse und kleinste Details und kann Entstehung und Geschichte der Bilder somit ganz neu erfahren. Zudem werden einzelne Motive auf dem digitalen Tisch auch erklärt und in einen (kunst-)historischen Kontext gestellt.

Somit ist die Schau „Pieter Claesz: Stillleben“ nicht nur eine tolle kleine Ausstellung, sondern auch ein spannendes Experiment der Kulturvermittlung, das kleinen und großen Besuchern gleichermaßen Spaß machen dürfte.

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