Innsbrucks Gemeinderat

Der viel diskutierte Würfel wird zu Gastro-Betrieb

Tirol
26.03.2026 19:45

Der Innsbrucker Gemeinderat setzte am Donnerstag einen vorläufigen Schlusspunkt hinter eine scheinbar „unendliche“ Geschichte. Nun ist die Zukunft des sogenannten „Würfels“ vor dem Innsbrucker Landestheater fix.

Immobilien und Kultur waren zwei große Themen im Innsbrucker Gemeinderat. Einmal bleibt die Kultur: Die junge Talstation wurde wie berichtet gerettet, ein Fahrplan zur Sanierung wurde nun vorgelegt. Einmal geht die Kultur: Der Verein „Reif für die Insel“ kann sich den „Würfel“ vor dem Landestheater offenbar nicht mehr leisten und zieht die Interessensbekundung zurück, ein junger Gastronom wird übernehmen. Seitens der Stadt werden 481.000 Euro investiert. „Für mich ist der Umgang mit dem Kubus unterirdisch, so geht man nicht mit Menschen um“, meint GR Birgit Winkel (DNI). Die FPÖ hätte das Gebäude am liebsten abreißen lassen und das Geld stattdessen in ein neues Hofgarten-Café investiert.

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Am Ende ist das Konzept des Gastronomen übrig geblieben, und es ist solide. Das Zusammenspiel zwischen Gastro und Kultur wird bestmöglich stattfinden.

KO Benjamin Plach (SPÖ)

Ordnungsruf für Vergleich mit „Hütchenspiel“
Den Wirbel gibt’s immer, wenn die Stadt verkauft – so auch dieses Mal. Die Immobilie Mitterweg 27 wurde 2024 mit Porsche getauscht, nun wird sie an die Firma Ortner verkauft. Kultur ist auch dort Thema, aber kein Wort davon steht im Bericht von 2024. Nun wird in der Begründung zum Verkauf behauptet, dass im Tauschvertrag von kultureller Nutzung, die aber leider nicht geklappt habe, gesprochen worden sei, kritisiert Mesut Onay (Ali). Früher öfter, mittlerweile selten im Gemeinderat: ein Ordnungsruf. Onay spricht nämlich von „Hütchenspiel“, Vize-BM Elli Mayr (SPÖ) ruft zur Ordnung.

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Leider Gottes ist das Geld, 50.000 Euro, weg. Wir haben auch keine App. Schade. Es geht aber auch darum, wie die Vergabe erfolgte.

StR Markus Stoll

„Das hätte man sicher besser machen können“
Indes sorgte eine Lern-App der Stadt Innsbruck für Wirbel. Knapp 50.000 Euro wurden bezahlt. Schon im Vorhinein wurde vor einem großen Risiko gewarnt. Im letzten Bericht seitens des Stadtrechnungshofes wurde kritisiert, dass bezahlt wurde, ohne eine Leistung bekommen zu haben.

Die Firma – die übrigens auch für das Desaster „Erlebnis Cards“ verantwortlich ist  – ist Konkurs gegangen, das Geld verloren. „So etwas darf nicht mehr passieren, schließlich geht es da um Steuergeld“, stellte GR Tom Mayer (Liste Fritz) fest. BM Johannes Anzengruber (JA): „Im Nachhinein betrachtet hätte man das besser machen können.“

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