„Also vermute ich ...“

Norweger toben wegen Strafmaß für ÖSV-Adler

Ski Nordisch
25.03.2026 20:18
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Neue Aufregung im Skisprung-Zirkus! Die Disqualifikation von ÖSV-Adler Daniel Tschofenig beim Olympischen-Großschanzen-Wettbewerb sorgt jetzt für Wirbel. Denn neue Dokumente der FIS lassen vor allem die Norweger toben. Vorwürfe einer ungleichen Behandlung werden dabei laut. 

Wie das norwegische Medium „NRK“ berichtet, soll Tschofenig nämlich nicht nur wegen zu großer Schuhe disqualifiziert worden sein, sondern auch wegen „unangemessenen Verhaltens“ gerügt worden sein. Wie die FIS gegenüber dem Medium wohl bestätigt hat, soll der ÖSV-Adler versucht haben, sich durch Ziehen und Dehnen seines Anzugs einen Vorteil zu verschaffen. 

Wettkampfleiter Sandro Sambugaro sah darin allerdings keinen vorsätzlichen Verstoß. Die Entscheidung, Tschofenig anschließend lediglich für den entsprechenden Wettkampf zu disqualifizieren, sorgt in Norwegen nun für Verstimmung.

„Ich habe am eigenen Leib erfahren, wie streng man bestraft werden kann, und da ist es natürlich ärgerlich zu sehen, dass nicht alle vor dem Gesetz gleich sind“, nimmt etwa Johann Andre Forfang gegenüber „NRK“ kein Blatt vor den Mund. Die Wunden nach dem Anzugskandal und den ausgesprochenen Strafen sind in Norwegen weiterhin tief. 

Halvor Egner Granerud
Halvor Egner Granerud(Bild: GEPA)

Teamkollege Halvor Egner Granerud legt deshalb nach: „Das ist ja der Punkt, an dem wir intern etwas frustriert waren, dass die Strafe, die man nach der WM in Trondheim erhalten hat, keiner der bisherigen Strafen ähnelt.“ Forfang und Marius Lindvik wurden damals für drei Monate gesperrt. 

Fälle sind nicht vergleichbar
Tschofenig hatte die Norweger anschließend heftig kritisiert, weshalb der Ärger bei den Skandinaviern nun umso größer ist. „Er hat wohl ziemlich deutlich gemacht, dass es harte Strafen für diejenigen geben sollte, die bewusst manipulieren, also vermute ich, dass er enttäuscht ist, dass er selbst keine härtere Strafe bekommt“, so Granerud mit einer ordentlichen Prise Sarkasmus. 

Ausrüstungskontrolleur Mathias Hafele erklärt allerdings, dass die Fälle nicht zu vergleichen seien: „Die Manipulation der Passform eines Anzugs ist etwas ganz anderes als die Manipulation eines Anzugs, nachdem dieser bereits zugelassen wurde. Das ist der Unterschied.“ Tschofenig selbst zeigte ohnehin bereits Einsicht: „Das ist schon okay. Sie haben gemerkt, dass da eindeutig etwas nicht stimmte. Sie haben mich verwarnt. Ich werde es nicht wieder tun.“ 

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

KMM
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt