„Krone“-Kolumne

Flucht in die „Nicht alle Männer“-Gewissheit

Kolumnen
25.03.2026 06:45

„Nicht alle Männer sind Täter. Aber alle Männer sind Teil des Nährbodens, aus dem Täter wachsen.“ Mit starken Worten reagierte der Sänger Julian Le Play auf die zahlreichen Schlagzeilen von Gewalt gegen Frauen. Belästigung am Arbeitsplatz, Körperverletzung mit Drogen, „digitale Vergewaltigung“ der eigenen Ehefrau. Und natürlich die unerträgliche Zahl an Femiziden – allein in Österreich wird jede zweite bis dritte Woche eine Frau getötet. Es ist einfach nicht mehr möglich, über diese Flut an Gewalt hinwegzusehen. Auch nicht für Männer.

„Wir alle sind mit sehr viel sexistischer Scheiße groß geworden. Es ist Zeit, das auszusortieren“, so Le Play. „Das Problem geht von uns Männern aus, also müssen wir es auch lösen.“ Und er fordert sie auf, mit der „Patriarchat-Enttarnungs-Brille“ durch die Welt zu gehen und zu erkennen, dass diese „für Männer gebaut wurde, in der Frauen unsicher und benachteiligt sind“.

Ein guter Ansatz. Weil es einfach nicht genügt, sich als Mann betroffen zu zeigen – und dann schnell in die „Nicht alle Männer sind so“-Gewissheit zu flüchten. Das stimmt zwar, aber dennoch sind sie ein Teil des strukturellen Problems. Ein grundlegender!

„Haltung zu zeigen, reicht nicht“, meint auch Bestseller-Autor Sebastian Fitzek. „Es ist der längst überfällige Weckruf an die Männerwelt und damit auch an mich, dass sich endlich etwas ändern muss.“

Große Worte, die hoffentlich zu großen Taten führen – und nicht wieder in ebendieser Männerwelt verhallen.

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