Bald nur noch Selbstbedienung gibt es in drei der insgesamt 13 Filialen der Sparkasse Neunkirchen in Niederösterreich. Man wolle in Zukunft verstärkt Kräfte bündeln und noch mehr hochwertige Beratung und individuelle Lösungen anbieten.
Lange wurde gemunkelt, seit Kurzem herrscht Gewissheit: Die Sparkasse Neunkirchen schließt mit Seebenstein, Pottschach und Kirchberg drei ihrer 13 Filialen für den persönlichen Kundenverkehr. Stattdessen bleiben lediglich Selbstbedienungsgeräte an diesen Standorten zurück.
Für all jene, die den direkten Kontakt schätzen, verweist Vorstandsdirektorin Gertrude Schwebisch auf die umliegenden Filialen. „Für persönliche Termine stehen diese weiterhin zur Verfügung – von sieben bis 19 Uhr.“
Immer mehr Menschen nutzen digitale Angebote
Hinter dieser Entscheidung stehe ein tiefgreifender Wandel: Das klassische Kassageschäft ist in den vergangenen Jahren dramatisch eingebrochen. Gleichzeitig verändere sich das Verhalten der Kunden spürbar. Immer mehr Menschen erledigen ihre Bankgeschäfte bequem von zu Hause aus, digitale Angebote boomen.
„Einfache Finanzgeschäfte finden heute zunehmend online statt. Das gibt uns die Möglichkeit, uns stärker auf das zu konzentrieren, was unseren Kunden wirklich wichtig ist: persönliche, hochwertige Beratung“, so Schwebisch. Genau dafür wolle man gezielt Ressourcen schaffen.
Seit 2018 sind die Kassatransaktionen – ausgehend von einem ohnehin niedrigen Niveau – um rund 75 Prozent zurückgegangen.
Vorstandsdirektorin Gertrude Schwebisch
Individuelle Lösungen für Sonderfälle
Doch was bedeutet dieser Schritt für jene, die mit Online-Banking wenig anfangen können? Für ältere Menschen etwa, die ihre Bankwege seit Jahrzehnten persönlich erledigen und nicht einfach in den nächsten Ort fahren können? „Die täglichen Geldgeschäfte können weiterhin an den Selbstbedienungs-Standorten abgewickelt werden. Und für besondere Situationen werden wir auch künftig individuelle Lösungen finden“, versichert Schwebisch.
„Gutes Personal immer gesucht“
Die gute Nachricht: Kündigungen wird es keine geben. Im Gegenteil. „Die Mitarbeiter werden wie bisher als Betreuer in den Filialverbünden in der Sparkasse Neunkirchen tätig sein“, betont Schwebisch. Und: „Gutes Personal wird immer gesucht und wir erweitern unser Betreuerteam laufend“.
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