Atle Lie McGrath hat sich in einem dramatischen Slalom-Finale in Hafjell die kleine Slalom-Kristallkugel gesichert. Der Norweger profitierte dabei von einem Einfädler von Lucas Pinheiro Braathen. Deshalb reichte dem Norweger am Ende ein achter Rang. Den Tagessieg sicherte sich unterdessen sein Landsmann Timon Haugan aus Norwegen vor Loic Meillard aus der Schweiz und dem Finnen Eduard Hallberg. Bester ÖSV-Athlet wurde Michael Matt auf dem siebten Platz.
Das letzte Alpinski-Weltcuprennen in diesem Winter ist eine Beute des Norwegers Timon Haugan geworden. Der Lokalmatador gewann am Mittwoch den Slalom in Hafjell vor dem Schweizer Olympiasieger Loic Meillard (+0,44 Sek.) und dem Finnen Eduard Hallberg (+1,03). Die letzte noch offene Kristallkugel ging an Haugans Landsmann Atle Lie McGrath, dem Platz acht zum Gewinn der Disziplinenwertung reichte. Als bester Österreicher landete Michael Matt auf Rang sieben (+1,70).
„Es waren die komplexesten Emotionen in meinem Leben. Als ich gesehen habe, dass ich die Slalom-Kugel gewinne, das war ein bisschen zu viel für mich, zu viele Emotionen“, sagte McGrath im ORF. Der 25-Jährige lag sich mit seinem Freund und Konkurrenten Lucas Pinheiro Braathen im Ziel tränenreich in den Armen. „Er hat zu mir gesagt, dass im Leben alles zurückkommt.“ McGrath spielte auf den Olympia-Slalom an, wo er in Lauf zwei nach komfortabler Pausenführung eingefädelt hatte. „Wenn ich diese Kugel nicht gewonnen hätte, wäre es für mich sehr schwierig geblieben.“
In das Saisonfinale war der Norweger mit 41 Punkten Vorsprung auf Braathen ins Rennen gegangen. Sein für Brasilien startender Ex-Teamkollege, der am Vortag im Riesentorlauf Sieg und Kugel abgeräumt hatte, konnte diesmal nicht mehr kontern. Er fädelte in der Entscheidung gleich nach dem Start ein und musste Jugendfreund McGrath den Vortritt lassen. Für den Norweger war es die erste Kristallkugel. „Wir waren zwei zwölfjährige Jungen aus dem gleichen Skiclub. Er hat die Kugel im Riesenslalom gewonnen, ich im Slalom – in der gleichen Saison. Das ist Wahnsinn“, meinte McGrath.
Kein ÖSV-Stockerl zum Abschluss
Die ÖSV-Männer fuhren beim Saisonfinale nicht um einen Podestplatz mit. Matt behauptete im zweiten Durchgang seine siebente Position aus Lauf eins, Olympia-Silbermedaillengewinner Fabio Gstrein kam auf Platz zwölf (+2,58). „Es war keine gute Fahrt, es war ein bisschen ein Gemurkse“, erkannte Matt eine „Schweinsfahrt“ im zweiten Lauf. Er zog aber eine solide Saisonbilanz. „Das Ziel war am Anfang, konstant in die Punkte zu fahren, dass ich in die Top 10 komme. Das ist mir ganz gut gelungen, der Prozess und die Richtung stimmt“, sagte der Tiroler.
Gstrein sprach von einer „teuflisch verflixten Saison. Ich kann Olympia mitnehmen und nächstes Jahr wieder angasen“. Für Marco Schwarz und Dominik Raschner reichte es im 26-köpfigen Finalfeld nur zu den Plätzen 19 und 22. Haugan hingegen fing im Finale noch Meillard ab und feierte seinen sechsten Slalomsieg im Weltcup.
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