Ein Österreicher (47) tischte Vermögenden Märchen auf, gab sich als Schauspielkollege von Gérard Depardieu, Pilot und Öl-Magnat aus.
Eine filmreife Show zog der Österreicher Jürgen P. (47) mit einem irischen Komplizen bei unseren eidgenössischen Nachbarn ab. Nach seiner Entlassung aus einem heimischen Häfen verschlug es P. in die Schweiz. Dort schlüpfte er – ganz in Hollywood-Manier – in verschiedene Rollen und verschaffte sich Eintritt in die feine Gesellschaft.
Mit Privatjet, Bentley und Bodyguards alle getäuscht
Einmal gab er sich als Öl-Magnat aus, dann als Pilot und auch als Schauspielkollege des gefallenen französischen Leinwandhelden Gérard Depardieu. Dafür hatte er im Sommer 2023, während der Filmfestspiele in Cannes, alle Register gezogen: P. mietete sich eine pompöse Villa an, umgab sich mit angeheuerten Models und Bodyguards und ließ sich sündteure Ferraris und edle Bentleys vor das vermeintliche Eigenheim hinstellen.
Mein Mandant leidet an einer Persönlichkeitsstörung. Diese verzerrt seine Wahrnehmung und sein Verhältnis zu Geld.

Fabio Käppeli, der Schweizer Anwalt des Verdächtigen
Bild: admetam.ch
Lügenkonstrukt stürzte zusammen
Mit der Luxus-Show überzeugte er sein Umfeld und erschlich sich Gelder im Wert 25 Millionen Franken. Das sind umgerechnet rund 27,4 Millionen Euro. Ende 2024 brach das kriminelle Kartenhaus aber zusammen und der Österreicher wanderte in Haft. Vergangene Woche wurde ihm in Lugano, im italienischsprachigen Kanton Tessin, schließlich der Prozess gemacht: Acht Jahre Haft setzte es für den riesigen Millionen-Betrug. Plus anschließendes Einreiseverbot in die Schweiz für zwölf Jahre.
Sein irischer Komplize kam mit drei Jahren teilbedingter Haft davon, 18 Monate davon hinter Gittern. P. versprach nach dem Urteil: „Ich werde den Schaden wiedergutmachen!“ Dafür wird er allerdings viel Zeit brauchen ...
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