Weg ans Tageslicht

Rettung des Höhlenforschers läuft im Rekordtempo

Ausland
17.06.2014 11:46
Gute Nachrichten hat es am Dienstag bei der seit mehr als einer Woche laufenden Rettungsaktion in der Riesending-Schachthöhle an der Grenze zu Salzburg gegeben: Die Helfer kommen mit dem verletzten deutschen Höhlenforscher Johann Westhauser rascher voran als geplant. Und es soll im Rekordtempo weitergehen. Schon am Donnerstag könnte der 52-Jährige wieder Tageslicht erblicken.

Die Retter, der Verletzte und ein italienischer Arzt erreichten am frühen Dienstagmorgen bereits das Biwak 2 in rund 500 Metern Tiefe - nach elf Stunden. Ursprünglich waren für die schwierige Etappe ab Biwak 3 rund 24 Stunden eingeplant. "Die ruhen sich in Biwak 2 jetzt erstmal aus", sagte ein Sprecher der Bergwacht Bayern in Berchtesgaden.

Letztes Stück vor Ausgang wird besonders schwierig
Die Bergwacht rechnet damit, dass der Rettungstrupp am Donnerstag das Tageslicht wieder erreichen könnte, wenn nichts Unvorhergesehenes geschieht. Vor allem das letzte Stück vor dem Ausgang ist noch einmal besonders schwierig, weil es sich dabei um einen extrem langen, senkrechten Schacht handle.

Noch am Dienstag ist auch ein Ärztewechsel geplant. Eine italienische Ärztin stieg zu Westhauser herab, um sich um ihn zu kümmern und ihren Kollegen abzulösen. Der Zustand des Patienten ist nach Bergwacht-Angaben "weiterhin unverändert stabil". Die Rettung des Verletzten aus der Höhle könnte also bei planmäßigem Verlauf nach genau einer Woche abgeschlossen werden.

60 Einsatzkräfte derzeit in der Höhle
Am vergangenen Freitag hatte sich der Rettungstrupp auf den langen und beschwerlichen Weg nach oben gemacht - durch enge Gänge, Canyons und über unterirdische Bachläufe. 60 Einsatzkräfte befinden sich derzeit in der Riesending-Schachthöhle in den Berchtesgadener Alpen, am Höhleneingang stehen weitere bereit. Auch Helfer aus Österreich sind im Einsatz.

Der erfahrene Höhlenforscher Westhauser, der am Institut für Angewandte Physik des Karlsruher Instituts für Technologie arbeitet, hatte durch einen Steinschlag in 1.000 Metern Tiefe ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
17.06.2014 11:46
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung