Tag des Waldes

„Unsere Wälder dürfen nicht zum Disneypark werden“

Tirol
21.03.2026 12:00

Der Verein proHolz Tirol zeigt aus gegebenem Anlass die Bedeutung der natürlichen Ressource Holz auf. Die Bundesforste pflanzen heuer hierzulande Hunderttausende Jungbäume an. Zum Baum des Jahres 2026 wurde die Lärche gewählt.

Anlässlich des Tag des Waldes, der am Samstag stattfindet, bekam die „Tiroler Krone“ Besuch von proHolz Tirol, dem Verein der Tiroler Forst- und Holzwirtschaft. Mit im Gepäck hatte Geschäftsführer Rüdiger Lex eine europäische Lärche, die zum Baum des Jahres 2026 gewählt wurde. „Sie wächst vor allem in den Gebirgsregionen Europas, ist eine der charakteristischen Nadelbaumarten der Alpen und ist an Höhenlagen sowie raue Klimabedingungen hervorragend angepasst“, erklärt er den Hintergrund.

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Holz hat die längste Wertschöpfungskette und macht sieben bis acht Prozent des Bruttoinlandproduktes aus.

Rüdiger Lex

Aufgrund des Klimawandels stehen unsere Wälder zunehmend unter Druck, wie die „Krone“ berichtete. Dem stimmt auch Lex zu: „Der Wald ist gestresst. Nicht nur der Klimawandel setzt ihm zu, sondern er steht auch unter einem hohen Freizeitdruck durch den Tourismus. Hier wird mit Besucherlenkung gegengesteuert. Wir müssen darauf schauen, dass die Wälder kein Disneypark werden“, mahnt der Geschäftsführer.

Geschäftsführer Rüdiger Lex (links) und Daniela Voit vom Verein proHolz Tirol überreichten der ...
Geschäftsführer Rüdiger Lex (links) und Daniela Voit vom Verein proHolz Tirol überreichten der „Tiroler Krone“ eine Lärche.(Bild: Christof Birbaumer)

Über 30.000 Arbeitsplätze hängen am Rohstoff Holz
In Tirol hängen mehr als 30.000 Arbeitsplätze entweder direkt oder indirekt von der natürlichen Ressource, die 42 Prozent der Landesfläche bedeckt, ab. „Holz hat die längste Wertschöpfungskette und macht sieben bis acht Prozent des Bruttoinlandproduktes aus“, verdeutlicht Lex. Aufgrund der wirtschaftlichen und der gesundheitlichen Bedeutung des Waldes „ist eine nachhaltige und professionelle Waldbewirtschaftung das Um und Auf“.

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Andere Baumarten wie Bergahorn, Douglasie, Kiefer und Zirbe sorgen in kleineren Anteilen für zusätzliche Vielfalt.

Anne Frank

Bundesforste pflanzen in Tirol 155.000 Jungbäume
Hier kommen die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) ins Spiel. Sie betreuen hierzulande über die Forstbetriebe Oberinntal und Unterinntal rund 250.000 Hektar Naturfläche. Von dieser Fläche entfallen rund 85.000 Hektar auf den Wald. Davon wiederum zählt mehr als die Hälfte als Schutzwald. Er ist als natürlicher Schutz vor Naturgefahren von besonderer Bedeutung. Wie Anne Frank, Sprecherin der ÖBf, vorrechnet, „pflanzen wir heuer auf den Flächen in Tirol rund 155.000 Jungbäume an“. Schwerpunkte der Wiederaufforstung liegen in den Forstrevieren Hinterriß (30.000 Jungbäume), Achensee (17.000) sowie im Brixental und in Landeck (jeweils 15.000).

83.000 Lärchen und 22.000 Tannen auf Pflanzplan
Die Sprecherin verrät auch, um welche Bäume es sich handelt. Und zwar werden mehr als die Hälfte der Jungbäume (83.000 Stück) Lärchen sein. Rund ein Viertel macht die Fichte aus. Weiters stehen 22.000 Tannen auf dem Pflanzplan. „Andere Baumarten wie Bergahorn, Douglasie, Kiefer und Zirbe sorgen in kleineren Anteilen für zusätzliche Vielfalt im Wald der Zukunft“, schließt Frank.

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