Stau in Ebreichsdorf

Noch immer nicht genug Parkplätze für Bahnpendler

Niederösterreich
18.03.2026 05:30

Nicht alle Pendler finden beim Bahnhof in Ebreichsdorf im niederösterreichischen Bezirk Baden einen Parkplatz. Die Folge: Autos stehen oft kreuz und quer am Straßenrand. Die Misere hat mehrere Ursachen.

Die Parkplatz-Situation beim Bahnhof in Ebreichsdorf hat sich erneut zugespitzt – und das, obwohl erst vor knapp einem halben Jahr zusätzlich zur Park-&-Ride-Anlage eine Fläche für weitere Stellplätze geschottert worden ist. „Alle Plätze sind aber meistens vollständig ausgelastet“, schildert Bürgermeister Wolfgang Kocevar.

Die Verschärfung der Lage hat mehrere Ursachen. Zum einen nutzen aufgrund steigender Spritpreise mehr Pendler die Bahn. Zum anderen ist derzeit wegen des Umbaus des Bahnhofes Himberg das Zugangebot auf der Ostbahn eingeschränkt – Betroffene steigen daher auf die Pottendorfer Linie um und nutzen den Bahnhof Ebreichsdorf.

Ist der Parkplatz ausgelastet, wird „wild“ am Straßenrand geparkt.
Ist der Parkplatz ausgelastet, wird „wild“ am Straßenrand geparkt.(Bild: Monatsrevue/Lenger Thomas)

Der Stadtchef kennt aber noch einen weiteren Grund für den großen Andrang: „Im nahen Wampersdorf wurde um Millionen ein neuer Bahnhof errichtet – und dann haben Züge dort längere Stehzeiten, weil Gegenzüge abgewartet werden.“ Viele Pendler würden dann gleich die zwei Kilometer mit dem Auto weiter nach Ebreichsdorf fahren, um von dort flottere Bahnverbindungen zu nutzen.

Wegen Bauarbeiten wohl auch Sperren
Zudem droht weiteres Ungemach. Denn es ist geplant, den Parkplatz beim Bahnhof mit PV-Paneelen zu überdachen. „Während der Bauzeit werden wohl immer wieder Stellflächen gesperrt“, befürchtet Kocevar.

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Der Parkplatz beim Bahnhof Ebreichsdorf ist zu klein dimensioniert. Ab 8 Uhr gibt es hier keine freien Stellplätze mehr.

Wolfgang  Kocevar, Bürgermeister von Ebreichsdorf

Die Forderung des Bürgermeisters nach einer Erweiterung der Park-&-Ride-Anlage wird von den ÖBB abgewiesen. Man wolle zusätzliche Bodenversiegelung vermeiden, heißt es. Auch die Kosten werden ins Treffen geführt. Mit diesem Argument hatten sich Bahn und Land seinerzeit auch gegen ein Parkhaus ausgesprochen. Kocevar: „Wir hatten das beim Bau des Bahnhofes gefordert.“

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