Geldstrafe angedroht

Sohn von FPÖ-General für Behörde „Geisterschüler“

Innenpolitik
16.03.2026 18:00

Was für eine groteske Behördenposse um FPÖ-General Christian Hafenecker: Obwohl dessen 17-jähriger Sohn eine HTL in St. Pölten besucht, soll die Familie wegen fehlender Ausbildung bis zu 1000 Euro Geldstrafe zahlen! Dieser Tage flatterten die Mahnbriefe des zuständigen Sozialministeriums ins Haus ...

Der blaue Grande, seine Ehefrau und Sohn Bernhard erhielten dieser Tage brisante Post vom Sozialministerium. Genauer gesagt von der Abteilung, die für „AusBildung bis 18“ zuständig ist. Als die Eltern und der 17-Jährige die Briefe öffneten, staunten sie nicht schlecht. Das Schreiben – übrigens in mehrsprachiger Ausführung – enthielt eine äußerst saftige behördliche Strafandrohung wegen vermeintlich fehlender Ausbildung des Kindes.

Je 500 Euro Geldstrafe für Politiker-Eltern und Sohn angedroht
Dem Jugendlichen und dem Ehepaar drohe ein Verwaltungsbußgeld von jeweils 500 Euro. Also insgesamt 1000 Euro. Wörtlich heißt es unter anderem: „Eine gute Ausbildung bringt Ihnen berufliche Chancen, Anerkennung und ein stabiles Einkommen. Gute Orientierung ist die Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft.“ Und dann das Ultimatum: „Nehmen Sie IN JEDEM FALL innerhalb der nächsten 14 Tage Kontakt mit uns auf.“

Blöd nur: Der betroffene Jugendliche besucht offiziell die 3. Klasse der Höheren Technischen Lehranstalt (HTL) in der niederösterreichischen Landeshauptstadt St. Pölten.

Das Sozialministerium von Korinna Schumann verschickte Mahnbriefe (siehe Dokument) an ...
Das Sozialministerium von Korinna Schumann verschickte Mahnbriefe (siehe Dokument) an FPÖ-General Christian Hafenecker und seinen 17-jährigen Sohn.(Bild: Krone KREATIV/zVg, Urbantschitsch Mario, Reuters/Lisa Leutner)

Also eben eine berufsbildende höhere Bundesschule. Und hat noch dazu ein sehr gutes Zeugnis. Für das Sozialministerium gilt er in dieser Behördenposse aber offenbar trotzdem als „Geisterschüler“. Obwohl der 17-jährige Sohn von FPÖ-Spitzenpolitiker Christian Hafenecker in allen anderen staatlichen Systemen korrekt geführt wird.

Für den Behördenapparat ist Bernhard durchgefallen
Der skurrile Fall wirft jetzt mehrere Fragen auf. Wie kann es etwa sein, dass ein 17-Jähriger in dem Verwaltungsapparat unter der zuständigen roten Ministerin Korinna Schumann praktisch durchfällt? Und warum sind die staatlichen Datenbanken nicht miteinander abgestimmt?

„Im Sozialministerium weiß offenbar die linke Hand nicht, was die rechte tut. Wie wollen Behörden wissen, wer bei uns illegal im Land aufhältig ist, wenn sie nicht mal Schüler richtig erfassen können“, kommentiert FPÖ-Niederösterreich-Bildungssprecher und Landtagsabgeordneter Helmut Fiedler diese Groteske.

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