„Es fühlt sich unglaublich gut an. Ich habe selten so einen Fight gehabt jetzt im zweiten Durchgang“, sagte Julia Scheib in einer ersten Reaktion im ORF über ihren Sieg in Are und den Gewinn der kleinen Kristallkugel im Riesenslalom. „Wir werden mit dem Team schon mal eine Gaude haben. Das darf man schon feiern.“
„Ich habe alles reingelegt, weil ich es unbedingt gewinnen wollte.“ In der Wertigkeit stehe dieser Erfolg sehr hoch. Einziger Wermutstropfen in dieser Saison bleibe das Ausbleiben der Olympia-Medaille. „Wenn man so eine Saison hat, will man natürlich eine Medaille holen, da hab ich schon ein bisserl zu kämpfen gehabt. Ich habe das trotzdem relativ schnell abhaken können. Das heute war wichtig und ist gut aufgegangen.“
Emotional auf die insgesamt neunte Weltcup-Kristallkugel im Frauen-Riesentorlauf reagierte auch ÖSV-Frauen-Cheftrainer Roland Assinger. „Diese Kugel war – die letzten drei Jahre waren Hardcore“, sagte Assinger unter Tränen. „Die Kugel von Cornelia Hütter und die jetzt drauf ist schon was ganz Besonderes. Diese Julia Scheib macht das heute, freue mich innerlich brutal.“
Es kündigte sich eine zumindest für die ruhige Scheib doch etwas intensivere Feier an, da die Weiterreise erst für Montag angesetzt ist. „Wir werden mit dem Team schon mal eine Gaude haben. Das darf man schon feiern.“
„Erleichterung und pure Freude“
Denn die Freude bei der 27-Jährigen war groß. „Natürlich Erleichterung und pure Freude. Es ist aber für mich immer wichtig, dass man halbwegs auf einem Level bleibt mit den Emotionen. Weil wenn ein Rennen in die Hose geht, dann darf man sich auch nicht ganz fallen lassen. Wenn du jetzt ganz oben stehen darfst, kann das schon halbwegs normal bleiben. Natürlich freue ich, aber es geht dann wirklich nach innen.“ Was dieser schon vor dem für 24. März angesetzten in Hafjell angesetzten Riesentorlauf für sie bedeutet, merkte man Scheib dann auch bei der Siegerehrung an.
Es ist die erste ÖSV-Kugel im Frauen-Riesentorlauf seit zehn Jahren, als Eva-Maria Brem erfolgreich blieb. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird es die einzige für Ski Austria in diesem Winter bleiben. Eine theoretische Chance auf eine der begehrten Auszeichnungen hat noch Vincent Kriechmayr im Super-G der Männer. Nach der am Samstag in Courchevel erfolgten Rennabsage müsste der Oberösterreicher in noch zwei angesetzten Rennen dieser Disziplin – darunter am Sonntag erneut in Courchevel – aber 158 Punkte auf den Schweizer Superstar Marco Odermatt aufholen.
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