Drama um Camille Rast

Bärenstark! Scheib rast mit Sieg zur Kristallkugel

Ski Alpin
14.03.2026 13:56
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Bärenstarke Leistung von Julia Scheib! Mit dem Sieg im Riesentorlauf in Åre jubelte sie über die kleine Kristallkugel. Ihre Konkurrentin Camille Rast schied in der Entscheidung aus.

Die Steirerin Julia Scheib hat vorzeitig die kleine Kristallkugel im Riesentorlauf der alpinen Skirennläuferinnen gewonnen. Die 27-Jährige feierte am Samstag in Åre ihren fünften Weltcup-Saisonsieg, Camille Rast als ihre einzige verbliebene Konkurrentin schied im zweiten Lauf aus. Die Schweizerin war nach dem ersten Lauf 0,11 Sek. direkt vor Scheib in Front gelegen. Die Plätze zwei und drei in der Tageswertung belegten Paula Moltzan (USA/+0,36) und Alice Robinson (NZL/+0,75).

„Es fühlt sich unglaublich gut an. Ich habe selten so einen Fight gehabt jetzt im zweiten Durchgang“, sagte Scheib in einer ersten Reaktion im ORF. „Ich habe alles reingelegt, weil ich es unbedingt gewinnen wollte.“ In der Wertigkeit stehe dieser Erfolg sehr hoch. Einziger Wermutstropfen in dieser Saison bleibe das Ausbleiben der Olympia-Medaille. „Wenn man so eine Saison hat, will man natürlich eine Medaille holen, da hab ich schon ein bisserl zu kämpfen gehabt. Ich habe das trotzdem relativ schnell abhaken können. Das heute war wichtig und ist gut aufgegangen.“

Das Ergebnis im Detail:

„Erleichterung und pure Freude“
Denn die Freude bei der 27-Jährigen war groß. „Natürlich Erleichterung und pure Freude. Es ist aber für mich immer wichtig, dass man halbwegs auf einem Level bleibt mit den Emotionen. Weil wenn ein Rennen in die Hose geht, dann darf man sich auch nicht ganz fallen lassen. Wenn du jetzt ganz oben stehen darfst, kann das schon halbwegs normal bleiben. Natürlich freue ich, aber es geht dann wirklich nach innen.“ Was dieser schon vor dem für 24. März angesetzten in Hafjell angesetzten Riesentorlauf für sie bedeutet, merkte man Scheib dann auch bei der Siegerehrung an.

Es ist die erste ÖSV-Kugel im Frauen-Riesentorlauf seit zehn Jahren, als Eva-Maria Brem erfolgreich blieb. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird es die einzige für Ski Austria in diesem Winter bleiben. Eine theoretische Chance auf eine der begehrten Auszeichnungen hat noch Vincent Kriechmayr im Super-G der Männer. Nach der am Samstag in Courchevel erfolgten Rennabsage müsste der Oberösterreicher in noch zwei angesetzten Rennen dieser Disziplin – darunter am Sonntag erneut in Courchevel – aber 158 Punkte auf den Schweizer Superstar Marco Odermatt aufholen.

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