Ein zukunftsweisendes Projekt in Niederösterreich soll die Energieversorgung sichern und darüber hinaus Kosten für den Netzausbau dämpfen. Jetzt fand der Spatenstich statt.
Strahlender Sonnenschein herrschte beim Spatenstich, und Sonnenstrom wird hier auch bald einfließen. Am Standort des Energieknotens Theiß im Bezirk Krems errichtet die EVN Österreichs größtes Batteriespeicherprojekt. Mit einer Leistung von 70 MW und einer Kapazität von 140 MWh wird der Großspeicher ein zentrales Element für Netzstabilität und Versorgungssicherheit in Niederösterreich und weit darüber hinaus.
„Mehr Speicher heißt mehr Versorgungssicherheit, weniger Abhängigkeit und bedeutet auch eine Entlastung der Netze. Der Batteriespeicher könnte etwa alle Haushalte in St. Pölten zwölf bis 14 Stunden mit Strom versorgen“, rechnet Landesvize Stephan Pernkopf (ÖVP) vor. Die Inbetriebnahme soll im dritten Quartal 2027 erfolgen, 46 Millionen Euro fließen in dieses Zukunftsprojekt. Insgesamt werden 40 Batterie-Container installiert.
Das Stromnetz sicherer machen
Mit dem wachsenden Anteil erneuerbarer Erzeugung steigt der Bedarf an flexiblen Lösungen, die kurzfristig Energie aufnehmen oder abgeben können. „Großbatterien wie unser neuer Speicher hier in Theiß reagieren in Sekundenbruchteilen und können damit Schwankungen im Stromnetz wesentlich schneller ausgleichen als konventionelle Kraftwerke“, erläutert EVN-Technikvorstand Stefan Stallinger.
Energie-Unabhängigkeit steigern
Das klare Ziel: Energie selbst und kostengünstig in der Region erzeugen und dann speichern. Pernkopf: „Das bedeutet Unabhängigkeit von Energieimporten aus Russland oder dem arabischen Raum!“ Denn mit der neuen Anlage kann Sonnen-, Wind- und Wasserkraftstrom nachhaltig gespeichert werden.
Mit Projekten wie in Theiß wird daher der Weg für mehr regionale Wertschöpfung, stabile Netze und den effizienten Einsatz von Öko-Energie geebnet.
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