Das EU-Parlament hat sich übergangsweise für eine Verlängerung der freiwilligen sogenannten Chatkontrolle im Kampf gegen Kinderpornografie ausgesprochen. Weitere Verhandlungen sind geplant.
Die Abgeordneten in Straßburg stimmten für die abgespeckte Version eines Vorschlags der EU-Kommission. Sie wollen die Regeln bis 3. August 2027 statt bis 3. April 2028 befristen. Die Maßnahmen sollen sich auf Material beschränken, das etwa von Strafverfolgungsbehörden als potenzielles Missbrauch-Material gemeldet wurde.
Verhandlungen zwischen den Abgeordneten und den EU-Staaten, die den Kommissionsvorschlag ohne Änderungen akzeptiert hatten, sollen noch diese Woche beginnen. Erst nach einer Einigung können die Regelungen verlängert werden.
WhatsApp, LinkedIn, Google und Co. nutzen Ausnahme
Die befristete Ausnahme von europäischen Datenschutzregeln erlaubt es Messengerdiensten wie WhatsApp, Nachrichtenverläufe zu scannen, um verbotene Darstellungen von sexuellem Kindesmissbrauch aufzuspüren und zu melden. Von dieser Regelung machen auch die Tech-Unternehmen Google und Microsoft sowie die Online-Plattform LinkedIn Gebrauch. Nach der bisherigen Vereinbarung läuft die Ausnahme am 3. April aus.
Eigentlich will die EU eine langfristige Lösung für gesetzliche Vorgaben zum Schutz von Kindern im Internet finden. Die Verhandlungen dazu laufen jedoch noch. Die EU-Staaten wollen die Ausnahmeregelung gerne dauerhaft machen.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.