Neues Kabarettprogramm

Der wahre Reinhard Nowak: Fröhlich trotz Grant

Adabei Österreich
12.03.2026 05:00

In der Öffentlichkeit wird er oft auf seinen grantigen Blick angesprochen, eigentlich ist er aber grundsätzlich ein fröhlicher Mensch. Reinhard Nowak widmete sich in seinem neuen Programm „URFRÖHLICH“ genau dieser Thematik und feierte am Dienstagabend Premiere im Wiener Casanova. 

Außen grantig, innen ganz anders: Mit seinem neuen Kabarettprogramm „URFRÖHLICH“ feierte Reinhard Nowak am Dienstagabend im Casanova in Wien Premiere und zeigte sich dabei von seiner ganz persönlichen Seite. Im Mittelpunkt des Abends stand eine Frage, die den Kabarettisten zuletzt immer wieder begleitet hat: Warum wirkt man manchmal grantiger, als man sich eigentlich fühlt?

Dass genau daraus ein neues Bühnenprogramm entstehen würde, kam nicht von ungefähr. „Warum ich so grantig schaue?“, werde er auf der Straße immer wieder gefragt, erzählte Nowak im Gespräch mit der „Krone“ vor der Premiere. Für ihn wurde genau diese Beobachtung zum Ausgangspunkt für „URFRÖHLICH“: „Das war der Grund, warum ich das Programm gemacht habe – um der Sache auf den Grund zu gehen, warum man immer grantig wird. Obwohl ich innerlich total fröhlich bin.“

Zwischen Grant, Gelassenheit und Lebenserfahrung
Mit diesem Ansatz nimmt der 61-Jährige das Publikum mit, nimmt den Alltag, die eigenen Schwächen und das Älterwerden unter die Lupe und macht daraus einen Abend, in dem sich viele wiederfinden können. Die geschilderten Themen im Programm sind zu einem großen Teil aus eigenen Erfahrungen entstanden, sind aber nicht eins zu eins autobiografisch zu verstehen: „Es ist natürlich viel von mir drinnen.“

Redakteurin Emily Patek traf Reinhard Nowak vor der Premiere im Casanova.
Redakteurin Emily Patek traf Reinhard Nowak vor der Premiere im Casanova.(Bild: Alexander Tuma)

So erzählte der „Kaisermühlen-Blues“-Star unter anderem auch, dass frühes Aufstehen für ihn nichts ist: „In der Früh, wenn man aufsteht und noch keinen Kaffee gehabt hat, ist man grantig.“ Und auch allgemein, sei er zwar ein sehr positiver Mensch, ein Lächeln habe aber auch er nicht immer auf den Lippen: „Wenn ich im Supermarkt die Zucchini suche, bin ich konzentriert, da grinse ich auch nicht ständig.“

Wiener Grant als Lebensgefühl?
Dabei nahm Nowak auch die Vorurteile auf die Schaufel, die Wien zur unfreundlichsten Stadt der Welt machen. Wer in Wien zu freundlich unterwegs sei, falle schon fast auf: “Da muss man Angst haben, dass man abgeschoben wird ins Burgenland, zu den Lustigen oder was, wenn man lacht oder freundlich ist und gute Laune hat.“ 

Adabei im Publikum: Musiker Roman Gregory, Schauspieler Serge Falck und Autor Heinz Hanner ...
Adabei im Publikum: Musiker Roman Gregory, Schauspieler Serge Falck und Autor Heinz Hanner (v.li.n.re.).(Bild: Alexander Tuma)

Was das Publikum von diesem Premierenabend mitnehmen soll, formulierte Reinhard Nowak im Vorfeld ganz schlicht und klar: „Ich bin immer froh und happy, wenn die Leute mit einem Strahlen nach Hause gehen und wenn sie für zwei Stunden die Welt drumherum vergessen können.“ Und das Ziel hat er definitiv erreicht: Die Zuschauer zeigten sich schlichtweg urfröhlich. 

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