Mord unterstellt

17 Jahre unschuldig im Gefängnis – New Yorker frei

Ausland
04.06.2014 06:14
17 Jahre ist ein New Yorker unschuldig im Gefängnis gesessen, er war aufgrund einer Falschaussage wegen Mordes verurteilt worden. Am Dienstag konnte er nun endlich zurück in die Freiheit, die Staatsanwaltschaft von Brooklyn hatte zuvor das zuständige Gericht gebeten, das Urteil gegen den heute 53-jährigen Roger Logan aufzuheben.

Logan, der stets seine Unschuld beteuert hatte, war wegen Mordes an einem Mann in Brooklyn im Juli 1997 schuldig gesprochen worden. Das Urteil beruhte größtenteils auf der Aussage einer Nachbarin, die Logan am Tatort gesehen haben wollte. Bei der erneuten Überprüfung des Falles stellte sich nun aber heraus, dass die Frau selbst zu dem fraglichen Zeitpunkt an einem anderen Ort weilte.

Eine Sonderabteilung des Gerichts in Brooklyn überprüft derzeit etliche Schuldsprüche. Staatsanwalt Kenneth Thompson will rund 90 Fälle neu bewerten lassen. Bisher wurden sieben Urteile annulliert, in elf anderen Fällen wiederum wurde die Entscheidung des Gerichts bestätigt. Bei etwa 50 Fällen ermittelte unter anderen ein inzwischen pensionierter Polizist, der sich illegaler Praktiken bedient haben soll, um etwa Geständnisse zu erzwingen.

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