Unternehmer Stefan Ortner ist Spezialist für Pelletsheizungen. Diesen Winter stieg der Pellets-Preis aber rasant an. Was er jetzt Privatpersonen rät, verrät er im „Krone“-Gespräch.
Die Energiewende beginnt wohl in unseren Kellerräumen. In Niederösterreich sind dort in 60.000 Häusern Heizkessel installiert, die gepresstes Holz verbrennen. Pellets haben diesen Winter einen neuen Boom erlebt. Engpässe gibt es laut „Wärme-Spezialist“ Stefan Ortner aber noch lange nicht, vor allem in der Ostregion. Gerade jetzt sei der richtige Zeitpunkt für einen Heizungstausch. Bis 2030 fördert die Regierung Kesseltausch und Sanierung. „Natürlich wünschen wir uns ein noch größeres Budget für den Fördertopf“, sagt Ortner.
Regionales Preisgefälle
Der Ökopionier versteht die Unsicherheit beim Energiesparen. Kriege, Inflation und Klimawandel verändern die Situation in diesem Bereich. „Holzpellets bieten als Alternative hier Stabilität, weil sie sehr an unsere Region gebunden sind“, sagt der Unternehmer. Einen Großteil des Preises mache der Transportweg aus, der gerade in Niederösterreich nicht weit ist.
Pellets bringen je nach Jahreszeit natürlich Preisschwankungen. So auch in diesem Winter, der besonders streng war.

Stefan Ortner, Unternehmer
Bild: OekoFEN
Trotz Preisschock noch billiger als Gas
Der eiskalte Winter habe viele zum Pelletskauf getrieben. Die Folge: Der Preis schoss in die Höhe. „Dennoch ist Gas nach wie vor um 106 Prozent teurer als Holz, Öl um 68 Prozent“, rechnet Ortner vor. Sein Tipp: „Außerhalb der Heizsaison kaufen.“ Für den Übergang im Frühling gibt’s Systeme, die sich automatisch auf das Wetter einstellen. Oberstes Gebot bei der Pelletslagerung: Immer einen CO-Melder installieren!
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