"Grenze erreicht"
Neuer Massenansturm von Flüchtlingen auf Melilla
Die Afrikaner zogen in das Aufnahmelager CETI, das nunmehr rund 2.300 Flüchtlinge aus Dutzenden von Ländern beherbergt. Das Camp, das eigentlich nur für eine Kapazität von 500 Plätzen angelegt wurde, ist völlig überfüllt. Spaniens Innenminister Jorge Fernandez Diaz sagte, die Lage in dem Lager habe "die Grenze erreicht". Das spanische Militär und das Rote Kreuz hatten auf dem Gelände Zelte aufgestellt, damit die Flüchtlinge untergebracht werden können.
Spanische und marokkanische Polizeieinheiten versuchten auf beiden Seiten der Grenze vergeblich, die Flüchtlinge aufzuhalten. Die bis zu sechs Meter hohen Grenzzäune wurden bei dem Massenansturm teilweise beschädigt. Etwa 60 Flüchtlinge erlitten nach Informationen der Online-Zeitung "elpais.com" beim Überklettern der Zäune Schnittverletzungen und Prellungen.
Letzter Massenansturm im März: Polizeikräfte verstärkt
Beim bisher größten Massenansturm auf die Grenze von Melilla waren im März mehr als 500 Flüchtlinge in die spanische Stadt gelangt. Damals hatte dichter Nebel die Aktion begünstigt. Spanien verstärkte daraufhin die Polizeikräfte in der Exklave. Außerdem sollen die Grenzzäune mit engmaschigen Netzen überspannt werden, die ein Überklettern erschweren sollen.
In Spanien konzentriert sich der Zustrom illegaler Immigranten auf Melilla. Die Zahl der Flüchtlinge, die mit Booten die spanischen Küsten erreichen, ging dagegen in den vergangenen Jahren drastisch zurück.
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