Niedrige Beteiligung
Präsidentenwahl in Ägypten um einen Tag verlängert
Ausland
27.05.2014 20:36
Wegen der niedrigen Beteiligung an der Präsidentenwahl in Ägypten hat die Regierung amtlichen Medien zufolge die Abstimmung um einen Tag verlängert. Die Zeitung "Al-Ahram" zitierte am Dienstag - dem zweiten und ursprünglich letzten Tag der Wahl - ein Mitglied der Wahlkommission, wonach die Bevölkerung auch noch am Mittwoch ihre Stimme abgeben können soll.
Die Regierung hatte zuvor bereits eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um die Beteiligung zu erhöhen. Dazu gehörten die Ausrufung eines arbeitsfreien Tages, längere Öffnungszeiten für die Wahllokale und kostenlose Nutzung der Züge im Land.
Auch die staatlich kontrollierten Medien und hochrangige Religionsvertreter riefen die Menschen zu den Urnen. Die verbotene Muslimbruderschaft hatte dagegen zum Boykott der Abstimmung aufgerufen. Eigentlich besteht in Ägypten aber Wahlpflicht.
An einem Sieg des Ex-Armeechefs Abdel Fattah al-Sissi besteht weiter kein Zweifel. Er hat mit Hamdin Sabahi aus dem linken politischen Lager nur einen Gegenkandidaten, der aber als chancenlos gilt.
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