Die heimische Schuldnerberatung hat alle Hände voll zu tun: Hilfe gibt es sowohl bei rechtlichen als auch wirtschaftlichen Fragen – kostenlos und niederschwellig.
Der Weg in die Verschuldung ist oft schleichend. Und die meisten Betroffenen kommen unverschuldet in diese Situation. Plötzliche Arbeitslosigkeit oder Einkommensverschlechterung (42 Prozent der Fälle), der Gang in die Selbstständigkeit, Trennung oder Scheidung, aber auch unvernünftiges Konsumverhalten sind die häufigsten Gründe, warum Menschen in die Schuldenfalle tappen.
Durchschnittsverschuldung gesunken
Retter in der Not ist dabei oft die NÖ-Schuldnerberatung. Denn sie bietet Know-how und schafft Chancen und Perspektiven in fast jeder Situation. Das Angebot wurde im Vorjahr von knapp 4000 Personen in Anspruch genommen: „59 Prozent davon waren männlich. Die größte Gruppe ist im mittleren Alter zwischen 41 und 45 Jahren“, so Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. Der Anteil der Unter-25-Jährigen liegt bei sechs Prozent. Positiv: die Durchschnittsverschuldung ist gegenüber dem Jahr davor um 9000 Euro gesunken und liegt jetzt bei 77.380 Euro.
22 Berater haben im Vorjahr im Schnitt 485 Klienten betreut. Mit 36.218 Fällen ist ein Rekordwert erreicht.
Michael Lackenberger, Geschäftsführer der Schuldnerberatung NÖ
Teilweise Kapazitätsgrenzen erreicht
Die aktuellen Zahlen zeigen, „wie wichtig die professionelle, niederschwellige und kostenlose Beratung für die Menschen ist“, so Landesrätin Eva Prischl. Die Schuldnerberatung bietet rechtliche und wirtschaftliche Unterstützung. Die jüngste Klientin war nur 18 Jahre alt, die älteste 89 Jahre. „Die Fälle werden aber immer komplizierter und aufwendiger“, hält Michael Lackenberger, Geschäftsführer der Schuldnerberatung, fest. Dadurch habe man etwa in Hollabrunn und Wiener Neustadt aktuell die Kapazitätsgrenzen erreicht.
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