Dramatische Szenen spielten sich am Montag im Tiroler Außerfern ab: Zwei junge Deutsche (20 und 21 Jahre) unternahmen mit einer Gruppe von elf Kindern und Jugendlichen trotz widriger Wetterverhältnisse eine Wanderung auf der Raaz Alm. Aufgrund des starken Schneefalls und Sturms dauerte der Aufstieg länger als geplant – und dann war die Almhütte auch noch geschlossen. Die Betreuer setzten einen Notruf ab.
Eigentlich sollte die Wanderung zur Reuttener Hütte gehen – geendet hat der Ausflug für die deutsche Gruppe mit elf Kindern und Jugendlichen im Alter von 8 bis 15 Jahren und die beiden Betreuer aus dem Raum Augsburg in einem Fiasko.
Start erst am frühen Nachmittag
Gestartet wurde die Tour, die von einer privaten Firma spezialisiert für Ferienlager organisiert wurde, erst um 12.40 Uhr. Bei „mäßigem bis starkem Schneefall“, wie es die Polizei formulierte, wanderte die Gruppe auf dem verschneiten Fahrweg in Richtung Hütte.
Bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte schützten sich die Kinder und Jugendlichen mit Schlafsäcken vor der geschlossenen Hütte.
Alpinpolizist Sebastian Walch
Aufstieg dauerte länger als geplant
„Aufgrund der Witterungsverhältnisse dauerte der Aufstieg länger als geplant, sodass die Gruppe wegen starker Schneefälle und stürmischer Verhältnisse erst gegen 18 Uhr auf der zu diesem Zeitpunkt geschlossenen Ehenbichler Raaz Alm ankam“, heißt es vonseiten der Ermittler.
Bergung mit Schneemobilen
Die Betreuer hätten sich dann entschieden, die Wanderung abzubrechen und einen Notruf abzusetzen. Die Bergrettungen Reutte und Berwang organisierten rasch vier Schneemobile und führten die Bergung der Personen über den verschneiten Fahrweg nach Rinnen durch.
„Bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte schützten sich die Kinder und Jugendlichen mit Schlafsäcken vor der geschlossenen Hütte“, schildert Alpinpolizist Sebastian Walch gegenüber der „Krone“.
Übernachtung im Gemeindeamt
„Gegen 22.50 Uhr war die Bergung abgeschlossen. Die Jugendgruppe wurde vorübergehend in einem Notlager im Gemeindeamt Berwang untergebracht, wo sie auch die Nacht verbrachte“, so die Ermittler weiter.
Das Rote Kreuz habe Feldbetten zur Verfügung gestellt. Verletzt wurde zum Glück niemand. Auch die Alpinpolizei stand im Einsatz.
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