Abschiebungen gestoppt
Ärzte in Italien sollen Atteste gefälscht haben
In Norditalien sollen sechs Ärztinnen und Ärzte falsche Atteste ausgestellt haben, um die Abschiebung von Migrantinnen und Migranten zu verhindern. Sie hätten darin erklärt, dass die Menschen aus gesundheitlichen Gründen ungeeignet für den Aufenthalt in Abschiebezentren oder für Rückführungsflüge seien, hieß es.
Möglicherweise war das medizinisch aber nicht gerechtfertigt. Die Staatsanwaltschaft in der Hafenstadt Ravenna ermittelt gegen sechs Ärztinnen und Ärzte eines lokalen Krankenhauses, die an der Abteilung für Infektionskrankheiten tätig sind. Dort wurde eine Hausdurchsuchung durchgeführt.
Der Fall hat innerhalb der lokalen Politik und der Ärzteschaft eine Debatte ausgelöst. Einige Politikerinnen und Politiker fordern ein hartes Vorgehen, Ärzteverbände und Kolleginnen sowie Kollegen sagen wiederum, dass die Atteste nach geltenden Richtlinien ausgestellt worden seien. Für Montag wurde gemeinsam mit Gewerkschaftsverbänden zu Solidaritätsbekundungen aufgerufen.








Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.