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Gastpatienten: „Selektive Gesundheitspolitik“

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08.02.2026 19:33
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Die Gaspatienten-Debatte spitzt sich immer mehr zu. Nach einer Klage gegen ein Wiener Spital und einem „Maulkorb“-Erlass für Mitarbeiter, fühlen sich die Patienten immer mehr verunsichert. „Krone“-Redakteur Michael Pommer bekommt schon bei dem Wort Brechreiz. In diesem Forenecho präsentieren wir Ihnen die Meinungen unserer Community!

Niederösterreichisches Politikversagen?
Ein Teil der „Krone“-Leser und -Leserinnen hat wenig Verständnis für „Gastpatienten“ aus anderen Bundesländern. Für tuerkiser11, Heliograf und Pephone wäre in Niederösterreich beispielsweise die Landesregierung für die desaströsen Zustände im Gesundheitssystem verantwortlich. 

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Pepohne
Sollens gscheite Spitäler bauen in NÖ. Nicht alle nach Wien schicken, weil die Versorgung in NÖ unterirdisch ist. Schuld ist Wien, eh`klar. Die Mikl-Leitner macht sichs einfach.
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Heliograf
NÖ ruiniert die Gesundheitsversorgung in NÖ und Wien soll es wieder richten. Wie wäre es, wenn man in NÖ klüger wählen würde?
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tuerkiser11
Die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher könnten sich doch auch in niederösterreichischen Krankenhäusern zur Behandlung anmelden. Oder ist das nicht mehr möglich, weil von der NÖ-Landesregierung die Kapazitäten in den NÖ-Spitälern massiv herunter gefahren wurden. (Sparen am Rücken der Bürgerinnen und Bürger) Einige Spitäler in NÖ stehen sogar vor der Schließung. Erst wenn nachweislich die Behandlung in NÖ nicht durchführbar ist, dann kann sich der Patient/Patientin in Wien für die Behandlung anmelden und kommt dafür auf eine Warteliste. Akutfälle werden natürlich behandelt!
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homeinoffice
Sorry, aber warum soll ich als Wiener für die Milliarden aufkommen, die Patienten aus den Bundesländern kosten, nur weil deren Landesregierungen nichts auf die Reihe kriegen.
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Arbeitende und Einzahlende werden im Stich gelassen
Schaefermix und Kruzifix05 sprechen einen wichtigen Punkt der Debatte an. Dass man jahrelang in das System eingezahlt hat, werde bei der Notwendigkeit von ärztlichen Leistungen vollkommen ignoriert. Reburg formuliert es wie folgt: „Zum Arbeiten sind Menschen aus den umliegenden Bundesländern jederzeit willkommen – ohne sie würde in Verwaltung, Pflege, Bau und Dienstleistung wohl rasch das Licht ausgehen.... Sobald diese Menschen jedoch krank werden, endet die Wiener Gastfreundschaft abrupt.“

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schaefermix
SPÖ "wir lassen niemand zurück" - ausser einzahlende Ö aus Bundesländern anscheinend 🥴
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Kruzifix05
Untragbare Zustände, man zahlt 45 Jahre viel Geld in die Systeme und muß bei Bedarf alles privat finanzieren, das ist reines Politiker Versagen, denn Österreich hat pro Kopf die Höchste Ärztedichte im Land nur niemand will mehr in dem staatlichen System arbeiten.
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Reburg
Wien pflegt offenbar ein ausgesprochen selektives Verständnis von Gesundheitspolitik. Zum Arbeiten sind Menschen aus den umliegenden Bundesländern jederzeit willkommen – ohne sie würde in Verwaltung, Pflege, Bau und Dienstleistung wohl rasch das Licht ausgehen. Sie pendeln brav ein, zahlen Steuern, halten den Betrieb am Laufen und gelten als systemrelevant. Sobald diese Menschen jedoch krank werden, endet die Wiener Gastfreundschaft abrupt. Dann zählt plötzlich nicht mehr die tägliche Arbeitsleistung, sondern ausschließlich der Meldezettel. Wer hustet, fiebert oder Hilfe braucht, hat gefälligst dort zu leiden, wo er gemeldet ist. Solidarität ja – aber bitte nur solange sie werktags verwertbar ist. Zynischer lässt sich ein Gesundheitssystem kaum organisieren.
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Lösungsvorschläge aus der Community
Peter9403 und gatschhupfer hätten Ideen, wie man das Problem der schlechten Versorgung angehen könnte. Leser gatschhupfer schlägt zum Beispiel eine zentrale Koordination der OP-Kapazitäten (für geplante Operationen) vor. Für Peter9403 sollten die Länder generell kein Mitspracherecht haben.  

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Peter9403
Alle Spitäler zur ÖGK die Länder haben nicht mehr ein Mitspracherecht ⁉️
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gatschhupfer
Warum bekommt Österreich es nicht hin, geplante Operationen zentral zu koordinieren und entsprechend der Kapazitäten auf die verschiedenen Krankenhäuser zu verteilen? Damit wären gleiche und kürzere Wartezeiten für alle garantiert. Würde halt auch etwas mehr Flexibilität von Patienten erfordern. Doch - wenn ich auf ein neues Knie, Hüfte, etc. hoffe, wär es mir auch egal, wenn ich eben für die OP in ein 200 oder 300 km entferntes KH ginge und die notwendige Zeit dort läge. Die Nachbetreuung könnte dann ja wieder im nächstgelegenen KH stattfinden. Eine zentrale Koordination der OP-Kapazitäten (für geplante OP's) könnte schon sehr hilfreich sein... doch beim österreichischen Kompetenzchaos, in dem es nur Streitereien über Zuständigkeiten, gegenseitige Schuldzuweisungen gibt, wo sich jeder nur auf andere ausredet, wird das leider niemals funktionieren.
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Blamabel und unverständlich
Im Sinne von „Krone“-Redakteur Michael Pommer, empfindet auch KroneLeser2616135, dass „kein österreichischer Staatsbürger in seiner HEIMAT IRGENDWO GAST ist.“ MaWeb spricht wohl vielen mit der Einschätzung, dass die gesamte Diskussion eher einer Blamage für Österreich entspreche, aus der Seele.

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KroneLeser2616135
Kein österreichischer Staatsbürger ist in seiner HEIMAT IRGENDWO GAST oder brauchen wir eine PASS wenn wir in ein anderes Bundesland Reisen Sind die Politiker wenn sie nur Husten und in ein Spital kommen auch GASTPATIENTEN??????????????????????
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MaWeb
Ohne jetzt die genauen (vertragliche) Grundlagen beim Thema Gastpatienten zu kennen, finde ich es in einem kleinen Land wie Österreich ziemlich blamabel, das darüber überhaupt diskutiert werden muss.
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Wie stehen Sie zur Debatte um „Gastpatienten“? Bevorzugen Sie eine Versorgung streng nach Wohnort oder sehen keine Berechtigung in dem Ausschluss und der Verzögerung für Kranke aus einem anderen Bundesland? Wer trägt Ihrer Meinung die Verantwortung für das Chaos im Gesundheitssystem und welche Lösungsvorschläge hätten Sie? 
Wir freuen uns auf weitere Meldungen und Meinungen unten in den Kommentaren! 

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