„Sind wir schuldig“

SPÖ-Chef Lercher mit Bedingungen für neue Steuern

Innenpolitik
08.02.2026 20:00

Eine mögliche Abstimmung zur Verlängerung der Wehrpflicht und eine zusätzliche Volksbefragung zur Einführung von Millionärssteuern spalten derzeit die Bundesregierung. Der steirische SPÖ-Chef Max Lercher hat auf beiden Fragen klare Antworten. Die Wehrpflicht soll verlängert und eine neue Steuer, wenn dann, an klare Bedingungen gekoppelt werden: „Die Lohnsteuer muss runter!“

Soll die Wehrpflicht in Österreich verlängert werden? Sollen Millionäre jetzt auf einmal unser großes Budgetloch mit neuen Steuern stopfen? Zwei Fragen, die aktuell Österreichs erste Dreierkoalition politisch spalten. Und zwei Fragen, auf die zumindest ein Sozialdemokrat klare Antworten kennt – und nennt. Max Lercher, ehemaliger SPÖ-Bundesgeschäftsführer und aktueller Landesparteichef in der Steiermark, sprach sich bereits klar für eine Verlängerung der Wehrpflicht aus.

„Die Lohnsteuer muss runter“
In der Diskussion um eine Volksbefragung zu möglichen neuen Steuern stellte er nun klare Bedingungen: „Die Lösung des Staates kann nicht sein, noch mehr Steuergeld zu kassieren, ohne endlich das marode System zu ändern“, erklärt er. Heißt konkret: Die Gesamtsteuerquote dürfe nicht steigen, ohne dabei gleichzeitig die fleißigen Menschen in unserem Land zu entlasten.

„Sollte der Bund tatsächlich Steuern neu einführen, darf das nur unter der Prämisse geschehen, den Mittelstand sowie den österreichischen Wirtschafts- und Industriestandort massiv zu stärken. Die Lohnsteuer muss runter! Wir sind es der arbeitenden Bevölkerung schuldig, dass ihre Steuern nicht beim Fenster rausgeschleudert werden oder in den Untiefen der Verwaltung versickern. So geht man mit dem Geld anderer, das einem anvertraut wurde, einfach nicht um“, erklärt Lercher auf Anfrage der „Krone“.

Kritik an der eigenen Partei
Denn wenn es darum gehe, Österreich im Sinne der Menschen neu zu ordnen, hat in den letzten Jahrzehnten keine Partei genug geliefert. „Und ich will mich da nicht rausreden – meine eigene Partei ausdrücklich nicht ausgenommen“, urteilt der Rote. Für ihn sei evident, dass die fleißigen Menschen immer weniger aus dem System herausbekommen, das sie selbst finanzieren. Neue Steuern ohne klare Bedingungen seien hier kein Lösungsansatz. 

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt