Trotz schwerer Panne
Texas hält an Hinrichtung mit Todesspritze fest
Campbells Anwältin hatte argumentiert, seinem Mandanten drohe möglicherweise eine ähnlich "entsetzliche" Tortur wie Clayton Lockett in Oklahoma. Locketts Exekution war am 29. April nach wenigen Minuten abgebrochen worden, weil es Probleme mit der Giftinjektion gab. Medienberichten zufolge wand er sich im Todeskampf vor Schmerzen. Erst 43 Minuten nach Verabreichung der nicht erprobten Giftmischung erlitt er einen tödlichen Herzinfarkt (siehe auch Infobox).
Der Vorfall befeuerte erneut die Debatte über die Todesstrafe in den USA. Die Justiz in Oklahoma ordnete die Aussetzung aller Exekutionen für ein halbes Jahr an.
Kein Gift mehr aus Europa
Die US-Strafvollzugsbehörden haben seit Längerem Nachschubprobleme bei den Mitteln für die Giftspritzen, da sich die europäischen Hersteller der lange verwendeten Substanzen weigern, diese weiter für Hinrichtungen zur Verfügung zu stellen. Mehrere US-Bundesstaaten haben daher neue und nicht erprobte Giftmischungen von nicht bundesweit zertifizierten Herstellern ausprobiert.
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