Skispringerin Lisa Eder ist unser heißestes Eisen im Damen-Einzel am Samstag. Die 24-Jährige ist in vergangenen Monaten zur Leaderin gereift.
Ich habe einen Sturschädel, der seine Dinge durchsetzen will“, sagt Lisa Eder über sich selbst. Klappt dann etwas nicht nach Wunsch, „bin ich oft auch launisch“.
Erster Sieg gab Auftrieb
Wie gut, dass es für sie in dieser Saison sportlich so gut läuft. Neun Stockerlplätze hat sie im Einzel ersprungen, in Zao (Jp) gelang ihr gar der erste Weltcupsieg. Die sonst so taffe Salzburgerin wurde von ihren Gefühlen übermannt. „Da sind mir die Tränen gekommen, da musste einfach alles mal raus.“ Alles raus soll auch bei den Olympischen Spielen, denn die 24-Jährige ist nicht gekommen, um die Atmosphäre zu genießen.
Beim letzten Mal ging ja alles ganz schnell. Da bin ich eingesprungen und war nur vier Tage dort
Lisa Eder erinnert sich an ihr Blitz-Debüt in Peking
„Beim letzten Mal ging ja alles ganz schnell. Da bin ich eingesprungen und war nur vier Tage dort“, erinnert sich Eder an Peking, als sie für Sara Marita Kramer, die coronabedingt nicht starten durfte, nachrückte. „Diesmal hoffe ich schon, dass ich länger bleiben darf“, scherzt die Leogangerin, die hohe Ambitionen hat. „Ich möchte in jedem Bewerb, in dem ich mitspringe, vorne sein. Ich bin hier, um etwas zu gewinnen!“
Das ist eine klare Ansage der Team-Leaderin, die – im wahrsten Sinne – in diesem Winter einen enormen Sprung gemacht hat. Mit 24 ist sie plötzlich das Zugpferd. Eine Rolle, in die sie reingewachsen ist, wie Cheftrainer Thomas Diethart erklärt. „Vor einem halben Jahr hätte ich das noch anders beurteilt, aber sie hat sich da wahnsinnig gut entwickelt und übernimmt die Führung. Sie gibt das Tempo vor und ist immer offen. Sie macht das wahnsinnig gut.“
Sie gibt das Tempo vor und ist immer offen. Sie macht das wahnsinnig gut
Trainer Thomas Diethart streut Lisa Eder Rosen
Bei den Winterspielen will sie dieser Verantwortung gerecht werden. Wie wichtig ihr diese sind, zeigt, dass die fünf Ringe ihren Laptop-Hintergrund zieren. Neben Eder sind auch die Wienerin Meghann Wadsak, die gelernte Kombiniererin Lisa Hirner aus der Steiermark und Julia Mühlbacher mit von der Partie.“
Sind kein Überbleibsel
“Die Oberösterreicherin stellte ob mehrerer Rücktritte und Ausfälle (Kramer, Seifriedsberger, Pinkelnig) klar: „Wir sind nicht das Überbleibsel. In uns steckt ganz viel!“
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