
Beim Seniorencafé in Taxenbach ließen sich Salzburger Pensionisten von Schülern beraten, wie sie Gefahren im Internet erkennen und vermeiden. Die älteren Semester berichteten sogar von Fallen, in die sie getappt waren – zum Glück ohne gröbere Schäden.
Mit diesem Andrang hat Tanja Puchler nicht gerechnet. Die Lehrerin der Polytechnischen Schule Taxenbach hat mit ihrer Klasse zum Seniorencafé geladen. Dass 50 Leute zum Thema „Sicherheit im Internet“ herbeiströmten, überforderte Schüler und Lehrer zunächst. „Am Tag davor waren wir in Bruck an der Glocknerstraße, da waren es nur sechs Leute“, lacht Puchler.
Schon bald sollte aber klar sein, warum die Pensionisten sich auf den Weg zu den Info-Stationen der Schüler machten. Denn die jungen Leute erklärten den älteren Semestern, welche Gefahren es im Internet und am Handy gibt, welche Schandtaten durch Künstliche Intelligenz (KI) möglich sind und wie man seriöse von gefährlichen Inhalten unterscheiden kann.
Erwin Hacksteiner (70) etwa wollte wissen, wie KI-Systeme in kürzester Zeit einen Text zu seinem medizinischen Problem schreiben können. Lehrerin Puchler erklärte den Mechanismus dahinter, warnte aber schnell davor, Gesundheitsdaten, Telefon- oder Sozialversicherungsnummern in solche KI-Modelle zu schreiben.
Ich habe meine Daten bei so einem Finanztipp eingegeben. Zum Glück habe ich dann gerochen, dass was faul ist.

Erwin Hacksteiner, 70
Bild: Kerstin Jönsson
Ein wichtiger Tipp, denn Hacksteiner erzählte auch, dass er bereits seine Daten bei einem KI-generierten Finanztipp preisgegeben hatte. Umgehend erhielt er Anrufe aus dem Ausland – doch er roch den drohenden Betrug frühzeitig.
Herbert Egger (70) erhielt stets Links von Paketzustellern. Ein falscher Klick und schon kam ein Paket per Nachnahme. „Wir nehmen da nichts mehr an, aber einmal wussten wir es nicht besser und haben bezahlt. Da kann man dann nichts mehr machen“, erzählte Egger.
Ich habe Nachrichten bekommen, dass Leute neue Nummern hätten. Da kenne ich mich nicht aus, was ich machen soll.

Frieda Gainschnigg, 79
Bild: Kerstin Jönsson
Zusammenfassend waren sich alle Senioren einig, dass sie die Gefahren nur schwer erkennen. Umso hilfreicher war das Info-Café, denn die Vorsicht vor gefährlichen Links, falschen Infos und Betrugsfallen ist definitiv gewachsen.
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