Auch der Name verwirrt

Ohne Vorwarnung: Haltestelle um 200 Meter verlegt

Salzburg
06.02.2026 08:00
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

In der Stadt Salzburg wurde die beliebte, viel angefahrene Obus-Station der Linien 2 und 12 einfach verlegt. „Krone“-Leser ärgern sich darüber, stoßen sich aber noch mehr am Haltestellen-Namen – der einfach der alte blieb und seither für Verwirrung sorgt.

Ein Obus-Fan und Vielfahrer traute unlängst seinen Augen nicht: Die Bushaltestelle Vogelweiderstraße, die tags zuvor noch am Straßenrand gestanden hatte, war auf einmal weg!

„Ich war schon knapp dran und hätte um ein Haar den Bus verpasst“, sagt der „Krone“-Leser, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Am angestammten Platz konnte er den Stopp nicht finden. Die beliebte Station steht nämlich seit wenigen Wochen nicht mehr an der Kreuzung mit der Sterneckstraße.

Verwirrend: Der Stopp „Vogelweiderstraße“ steht jetzt an der Doktor-Karl-Renner-Straße.
Verwirrend: Der Stopp „Vogelweiderstraße“ steht jetzt an der Doktor-Karl-Renner-Straße.(Bild: Markus Tschepp)
Die Obus-Linien 2 und 12 fahren in der Sterneckstraße zwar nicht mehr an der Vogelweiderstraße ...
Die Obus-Linien 2 und 12 fahren in der Sterneckstraße zwar nicht mehr an der Vogelweiderstraße weg. Der Stationsname aber bleibt gleich.(Bild: Markus Tschepp)

Schnellen Schrittes machte sich der Salzburger zur nächsten Haltestelle in der Sterneckstraße stadtauswärts auf. Nur um nach der Fußgängerampel an der Karl-Renner-Straße, rund 200 Meter weiter, erstaunt die Augen auf ein altes Haltestellen-Schild zu richten. Die Salzburg Linien, die den Obus betreiben, hatten den Stopp hierher verlegt. „Das macht doch alles keinen Sinn“, ärgert sich der Leser noch Tage später. Zum einen sei die nächste Bus-Station schon in Sichtweite, zum anderen heiße die Haltestelle weiter Vogelweiderstraße. „Das ist und bleibt verwirrend.“

Busfahrgäste müssen jetzt 200 Meter mehr zurücklegen.
Busfahrgäste müssen jetzt 200 Meter mehr zurücklegen.(Bild: Andreas Tröster)

Auf Nachfrage beim Öffi-Unternehmen weiß man anfangs nichts von der Umpflanzung des Obus-Stopps. Ob es sich um eine Ersatz-Haltestelle wegen einer Baustelle handle, wird etwa vom Kundenservice-Mitarbeiter gefragt. Erst eine zweite Anfrage bringt Licht ins Dunkel. Die Haltestelle sei nach einer Testphase verlegt worden, um den Verkehrsfluss an den Ampeln in der Sterneckstraße zu verbessern. „Die Grünphase kann so von Bus, Autos und Fußgängern besser ausgenutzt werden“, sagt ein Unternehmenssprecher.

Bleibt noch der Name, der nach der Verlegung alles andere als logisch erscheint. „Eine Änderung, etwa in Doktor-Karl-Renner-Straße, sei bis auf Weiteres nicht geplant“, so der Sprecher. Dies ginge erst auch mit Fahrplanwechsel im Dezember, wird wohl aber erst mit der verspäteten Neuordnung der Obus-Linien Ende 2027 passieren. Wenn überhaupt.

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