Marius Borg Høiby:

„War einfach nicht fertig, als sie geschlafen hat“

Royals
05.02.2026 17:12
Porträt von krone.at
Von krone.at

Im Vergewaltigungsprozess hat der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit die Vorwürfe gegen ihn zurückgewiesen. Allerdings wandte er am Donnerstag ein, Sex mit einer schlafenden Frau gehabt zu haben. Das sei abgesprochen gewesen …

„Wir hatten vorher Sex, und sie sagte: ‚Ich bin erschöpft, mach ruhig weiter.‘ Dann habe ich das gemacht. Sie sagte dann: ‚Ich bin fertig, aber mach ruhig, was du willst‘", sagte Marius Borg Høiby (29) vor Gericht. Er habe „halt kommen wollen“, das „dauert ein bisschen, vor allem wenn Alkohol und Stoff beteiligt sind“. „Ich habe nicht absichtlich gewartet, bis sie schlief. Ich war halt einfach nicht fertig“, meinte der 29-Jährige auf die Fragen der Staatsanwaltschaft. 

Am Mittwoch hatte er noch gesagt, nie „Sex mit schlafenden oder bewusstlosen Personen“ gehabt zu haben. „Manchmal waren die Frauen müde, und dann haben sie gesagt, dass ich einfach weitermachen kann. Manchmal habe ich auch nicht gemerkt, dass sie eingeschlafen sind, aber es gab da diese Absprache“, bekannte der Norweger dann einen Tag später.

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Manchmal waren die Frauen müde, und dann haben sie gesagt, dass ich einfach weitermachen kann.

Marius Borg Høiby im Vergewaltigungsprozess

Wie berichtet, ging es am dritten Tag im Strafprozess gegen den royalen Spross um die „Skaugum“-Frau. Das mutmaßliche Opfer wird deshalb so genannt, weil sie auf Schloss Skaugum sexuell missbraucht worden sein soll. Die Polizei geht davon aus, dass sich der Vorfall 2018 ereignet hat. Høiby soll einen wehrlosen Zustand ausgenutzt haben, um sie sexuell zu missbrauchen. Ihm wird außerdem vorgeworfen, das Opfer gefilmt zu haben. Vor Gericht wurden Videoaufnahmen als Beweismaterial gezeigt.

„Niemand völlig neben der Spur“
Nachdem die betroffene Frau bereits ausgesagt hatte, kamen am Donnerstag weitere Zeuginnen und Zeugen zu Wort. Bei der Verabschiedung am nächsten Tag hätten Marius und die „Skaugum-Frau“ vertraut miteinander gewirkt, sagte eine Angestellte des Schlosses. „Ich empfand es so, dass sie sich gern hatten, kicherten, und einen netten Abend gehabt hatten. Es sah nach einer netten Beziehung aus, intimes Flirten“.

Vor Gericht werden keine Fotos von dem 29-Jährigen gemacht.
Vor Gericht werden keine Fotos von dem 29-Jährigen gemacht.(Bild: AP/Ane Hem)
Am Donnerstag ging der dritte Prozesstag zu Ende. Freitagfrüh geht es weiter.
Am Donnerstag ging der dritte Prozesstag zu Ende. Freitagfrüh geht es weiter.(Bild: AP/Ole Berg-Rusten)

Auch ein Partygast hat laut eigener Aussage keinen sexuellen Missbrauch mitbekommen. „Es war eine ganz normale After-Party, bei der wir zusammengesessen und getrunken haben (...). Alle waren zwar betrunken, aber wach. Ich glaube nicht, dass irgendjemand völlig neben der Spur war“, sagte eine Frau, die auf der Party 2018 war. Eines der Opfer hatte ausgesagt, dass ihr Drogen verabreicht worden waren. Er habe „noch nie jemanden unter Drogen gesetzt“, meinte Høiby dazu.

Frauen konnten sich nicht mehr wehren
Dem Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit werden insgesamt vier Vergewaltigungen und mehrere körperliche und psychische Misshandlungen von Ex-Freundinnen vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass alle sexuellen Kontakte zunächst einvernehmlich waren, die Frauen aber später nicht mehr in der Lage gewesen seien, sich zu wehren. Die Anklage umfasst 38 Punkte, dem 29-Jährigen drohen bis zu 16 Jahre Haft. Am Freitag werden unter anderem Freundinnen der „Skaugum“-Frau, ihr ehemaliger Lebensgefährte und ein psychologischer Sachverständiger befragt. Der Verdächtige sitzt in Untersuchungshaft.

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