Schwere Zeiten für Salzburger Liga-Klub Straßwalchen. Wegen dünner Personaldecke mussten die Flachgauer ihren Freitagstest absagen. Just angesichts dieser Umstände trennte man sich kurz vor Ende der Transferzeit nach einem Zwischenfall auch noch von einem Spieler. Gewaltvorwürfe standen im Raum.
Was war geschehen? Am Rande des Trainingsbetriebs soll ein Nachwuchsspieler mit einer Wasserflasche Flüssigkeit auf den Kampfmannschaftsspieler gespritzt und ihn verspottet haben. Je nach Version stellte der Spieler – es handelt sich um Grünau-Leihgabe Savo Pajic – den Jüngling (14). Über den weiteren Verlauf scheiden sich die Geister. Mehrere Seiten wollen eine Tätlichkeit mit der Hand ins Gesicht des Knaben gesehen haben, andere nur ein kurzes Bedrängen. Pajic sagt dazu: „Ich habe ihn ganz kurz gepackt. Mehr war nicht und er hat auch nichts.“ Was für ihn spricht: Er entschuldigte sich sowohl beim Burschen als auch bei dessen Mutter. Die Betroffenen haben den Vorfall aufgearbeitet.
Abgang nach klärendem Gespräch
Nach dem Zwsichenfall zog man am Donnerstag aber die Reißleine und es kam nur 24 Stunden vor Ende der Transferzeit im Unterhaus zum Abschied des 22-Jährigen. „Er hat einen eigenen Kopf. Das ist schwierig im Fußball und Mannschaftssport. Vielleicht wäre er als Tennisspieler besser aufgehoben“, meinte Sportchef Markus Chudoba. Trainer Markus Scharrer redete dem Kicker zwar nochmals ins Gewissen, pflichtete aber bei: „So geht sich das nicht aus.“ Da Scharrer eine weitere Zusammenarbeit ausschloss, verlieren die Flachgauer noch einen Spieler.
Pajic selbst sah die Lage anders: „Ich wollte im Dezember schon gehen, durfte aber nicht. Es hat mit dem Trainer einfach von Anfang an nicht gepasst.“ Damit ist der Spieler wieder zurück bei Grünau, wo er auch seit fünf Jahren als Nachwuchstrainer tätig ist. Er betont: „Ich habe mir nie etwas zu Schulden kommen lassen und würde nie jemanden attackieren.“
Test musste abgesagt werden
Dabei kam das Thema für Straßwalchen ohnehin zur Unzeit. Denn nachdem neben Ex-Coach Bernhard Huber-Rieder (jetzt Grünau) mehrere Kicker Straßwalchen verlassen hatten, füllte sich auch noch das Lazarett. Ex-Profi Scharrer (drei Bundesliga-Titel) sagt: „Ich hätte für den Test am Freitagabend gegen Kuchl keine elf Spieler mehr zusammengebracht, musste daher absagen.“ Mit den Seekirchen Juniors fand sich aber kurzfristig ein Ersatz.
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