Reitunfall von Mädchen

Mutter muss stundenlang warten und um Kind bangen

Niederösterreich
15.01.2026 05:45

In der „falschen“ Klinik? Dann müssen Waldviertler seit Neujahr stundenlange Wartezeiten in Kauf nehmen, um von einem ins andere Krankenhaus gebracht zu werden – wie das zehnjährige Opfer eines Reitunfalles, um das die Mutter wegen einer Kopfverletzung bangte.

Manche der berichteten Fälle von Patiententransporten aus dem Waldviertel gleichen Horrormeldungen, auch wenn sie nicht lebensbedrohlich waren. So schildert eine Mutter (44) einen vermeintlich harmlosen Reitunfall ihrer zehnjährigen Tochter in Langegg im Bezirk Gmünd (NÖ): Ohne äußerliche Spuren vom Sturz an Körper und Helm fuhr sie „sicherheitshalber“ doch in die nächstgelegene Klinik Gmünd, um den Fall abklären zu lassen.

Obwohl es davor keine Anzeichen gab, wiederholte die Kleine auf der Fahrt plötzlich immer wieder dieselbe Frage: „Warum tut mir die Schulter weh?“ Fragen konnte sie nicht mehr sinngemäß beantworten – und an den Sturz erinnerte sich die Zehnjährige auch nicht mehr. Um 17 Uhr traf die Mutter mit dem Mädchen im Spital ein.

Nach dem Sturz von einem Pferd (Symbolbild) dauerte es lange, bis das Mädchen ins richtige ...
Nach dem Sturz von einem Pferd (Symbolbild) dauerte es lange, bis das Mädchen ins richtige Spital kam. Trotz des Helms hatte die Zehnjährige auch eine Woche später keine Erinnerung an den Sturz.(Bild: Krone KREATIV/P. Huber Wolfgang Spitzbart zVg Privat)

Langes Warten auf Transport
Rasch wurde ein Röntgen gemacht, zum Weitertransport in die Klinik Zwettl bestellte das Spital die Johanniter, welche seit Jahreswechsel exklusiv Patiententransporte zwischen den Spitälern im Land (ohne Thermenregion) übernehmen. Damit begann für Mutter und Tochter banges Warten – denn erst knapp drei Stunden später, um 20.10 Uhr, konnte die junge Patientin in Zwettl „einchecken“. Die Befürchtungen einer Gehirnblutung bestätigten sich zum Glück nicht.

Diesen Helm hatte das zehnjährige Mädchen auf, als es vom Pferd stürzte.
Diesen Helm hatte das zehnjährige Mädchen auf, als es vom Pferd stürzte.(Bild: zVg/privat )

Doch auch eine Woche später kann sich die Zehnjährige noch immer nicht an den Sturz erinnern, sagt die Mutter. Genauso wie sich das Mädchen auf Aufgaben nicht länger als 15 Minuten konzentrieren kann. 

Krankenhaus-Teams tragen keine Schuld
Die Stimmung im Waldviertel ist aufgeheizt. Viele andere Fälle stundenlangen Wartens auf den sogenannten Sekundärtransport machen die Runde. Oft gefolgt von Lob für die Teams der Spitäler, die an der derzeitigen Misere absolut schuldlos sind.

Die Landesgesundheitsagentur (LGA) erklärt, dass die Johanniter am Ende die einzigen Bewerber für die Ausschreibung der Sekundärtransporte im Waldviertel gewesen seien und den Zuschlag erhalten haben. Nach den „Krone“-Berichten kündigen LGA wie auch Johanniter umgehende Verbesserungen an: Mehr Autos sollen für das Waldviertel eingesetzt und eines davon tagsüber in einer Waldviertler Klinik stationiert werden. Derzeit fahren Wagen nämlich aus dem am Waldviertel nächstgelegenen Stützpunkt in Spillern bei Stockerau an.

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