Ab 7. Juni könnte eines der größten Tabus der Österreicher an Bedeutung verlieren: Eine EU-Richtlinie sieht vor, dass Beschäftigte erfragen können, wie viel Kollegen in vergleichbaren Positionen verdienen. Ob das etwas bringt? Die Meinungen gehen auseinander – und die Wirtschaft übt harsche Kritik an der Bürokratie.
Es ist eines der großen Tabus in Österreich: Über Geld spricht man nicht. Zu groß ist die Angst vor Neid und Missgunst. Die Leidtragenden sind meist diejenigen, die weniger verdienen – die Frauen. 18 Prozent betrug die Lohnlücke in der Steiermark zuletzt, wie die Arbeiterkammer errechnete. In der Studie „Reden wir übers Geld!“ vom Oktober 2025 fanden Forscherinnen sogar heraus, dass Frauen deutlich seltener wissen, wie viel ihre Kollegen verdienen: 22 Prozent der Männer wissen es „genau“, aber nur elf Prozent der Frauen. Knapp 47 Prozent der Männer reden untereinander über ihr Gehalt, aber nur 37 Prozent der Frauen. Das könnte sich Anfang Juni nun ändern.
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