Der Konflikt im Nahen Osten sorgt bei vielen Urlaubern für Unsicherheit – die Lust aufs Reisen bleibt aber hoch. Die Branche zeigt sich trotz geopolitischer Spannungen, Klimarisiken und Digitalisierung zufrieden mit der aktuellen Buchungslage.
Viele Reisende legen bei der Planung zunehmend Wert auf Absicherung. Vertrauen ist eine starke Währung geworden. Besonders Flugpauschalreisen verzeichneten eine starke Nachfrage mit deutlich mehr Gästen als im Vorjahr.
Reiseveranstalter kommen wieder in Mode
Passend zum gestiegenen Sicherheitsbedürfnis hält auch der Trend zum frühen Buchen an. Viele Urlauber entschieden sich früher als in den Vorjahren für ihre Reise. Kunden informieren sich wieder stärker zur Situation vor Ort, nehmen die Unterstützung von Reiseveranstaltern in Anspruch.
Zu den beliebtesten Reisezielen im Sommer gehört nach Angaben des Deutschen Reiseverbandes Ägypten, das im Ranking auf Platz vier liegt – hinter der Türkei, Spanien und GriechenlandDer Grund: das gute Preis-Leistungs-Verhältnis. In Ägypten bekommt man häufig ein Fünf-Sterne-Hotel zu einem Preis, für den Reisende in anderen Regionen oft nur drei oder vier Sterne erhalten.
Ob sich der Krieg im Nahen Osten auch auf die Nachfrage nach Reisezielen wie Ägypten auswirkt, das an Israel grenzt, wo es infolge iranischer Angriffe bereits Tote und Verletzte gab, bleibt abzuwarten. Eine Einschätzung dazu sei derzeit nicht möglich, sagte ein Sprecher des Reiseveranstalters TUI.
USA: Beliebtes Fernziel mit Delle
Auf ein anderes beliebtes Reiseziel wirken sich politische Entwicklungen dagegen bereits aus: die USA. Nach der Corona-Pandemie zog es viele deutsche Urlauber wieder in die Staaten, 2024 fast so viele wie vor der Pandemie, wie die U.S. Travel Association mitteilte. Im vergangenen Jahr ging die Zahl der deutschen Besucher dann jedoch um 11,3 Prozent zurück.
Der Verband betont die Bedeutung der Wahrnehmung. Maßnahmen wie eine Visa-Gebühr von 250 Dollar (213,71 Euro) oder Prüfungen von Social-Media-Konten werfen außerdem Fragen zur Willkommenskultur auf.
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