Militär prüft Optionen

Irans Straßen voller Blut: Trump platzt der Kragen

Außenpolitik
12.01.2026 07:42

Es sind Bilder wie im Krieg: Die brutalen Schritte des iranischen Mullah-Regimes gegen seine verzweifelte Bevölkerung schockieren die Welt. US-Präsident Donald Trump will nicht länger zusehen – und hat mehrere militärische Optionen auf dem Radar.

„Die Lage hier ist sehr, sehr schlimm“, zitiert der britische Sender BBC eine Quelle in der Hauptstadt Teheran. Die Sicherheitskräfte hätten mit scharfer Munition geschossen: „Es ist wie in einem Kriegsgebiet, die Straßen sind voller Blut. Sie transportieren die Leichen in Lastwagen ab.“

Laut Aktivisten haben sich die Demonstrationen auf 186 Städte ausgeweitet. 483 Protestierende seien getötet worden, berichtete das Menschenrechtsnetzwerk HRANA mit Sitz in den USA. Insgesamt seien bisher 544 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch Kinder sowie 47 Sicherheitskräfte. Rund 10.700 Menschen hätte man festgenommen, hieß es weiter. Die Angaben der Organisation ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

„Es gibt systemisches Missmanagement, Korruption und Repressionen. Deshalb wollen die Menschen, dass die Islamische Republik verschwindet“, erklärte Holly Dagres vom Washington Institute gegenüber dem US-Fernsehsender CNN.

Trotz der blutigen Niederschlagung gehen die Proteste weiter:

Trump droht „gewalttätiger Führung“
Während das Regime zunehmend internen Druck von empörten Demonstranten spürt, hat Trump seine eigene Warnung an die iranische Führung gerichtet. Er erwägt eine Reihe möglicher militärischer Optionen im Iran, hat jedoch laut Angaben von US-Beamten gegenüber CNN noch keine endgültige Entscheidung darüber getroffen, wie ein Eingreifen der Vereinigten Staaten aussehen würde.

„Es scheint, dass einige Menschen getötet wurden, die nicht getötet werden sollten“, führte Trump am Sonntagabend gegenüber Reportern an Bord des Regierungsflugzeugs Air Force One aus. „Das sind gewalttätige Menschen, wenn man sie so nennen will, Führungspersonen. Ich weiß nicht, ob ihre Führungspersonen einfach nur gewaltsam herrschen, aber wir nehmen das sehr ernst. Das Militär sieht es sich an, und wir prüfen einige sehr drastische Optionen. Wir werden eine Entscheidung treffen“, versprach Trump.

Aufgrund der verhängten Internetsperre dringen kaum Bilder nach außen. Befürchtet wird, dass die ...
Aufgrund der verhängten Internetsperre dringen kaum Bilder nach außen. Befürchtet wird, dass die tatsächliche Lage noch viel schlimmer ist als bisher bekannt.(Bild: AP/AP ( via APA) Austria Presse Agentur)

Eventuell werde man mit Vertretern des Irans zusammenkommen, ein Treffen werde vorbereitet, erklärte er zudem. Zwar wolle das Regime verhandeln – angesichts dessen, was im Iran passiere, müssten die USA aber vielleicht auch vorher eingreifen.

Iranischer Außenminister gibt USA Schuld an Gewalt
Irans Außenminister Abbas Araqchi hat eine andere Sicht der Dinge: Laut ihm ist die Lage angeblich „vollständig unter Kontrolle“. Erst aufgrund der Warnung von Trump vor einer militärischen Reaktion der USA seien die Proteste in Gewalt umgeschlagen, um dafür einen Vorwand zu liefern, suchte Araqchi am Montag nach Erklärungen. Der Iran sei bereit zu einem Krieg, aber auch zu Dialog.

Mutige Demonstranten tanzen um ein Lagerfeuer und jubeln.
Mutige Demonstranten tanzen um ein Lagerfeuer und jubeln.(Bild: AP/AP ( via APA) Austria Presse Agentur)

Elon Musk soll Satelliteninternet organisieren
Der US-Staatschef will unterdessen die Demonstranten mit Satelliteninternet unterstützen. Hierzu wolle er mit Tech-Milliardär Elon Musk telefonieren, dessen Firma SpaceX den Dienst Starlink betreibt. Irans Staatsführung hat den Internetzugang für die Menschen fast vollständig gesperrt, auch Telefonverbindungen schienen teils nicht mehr zu funktionierten. Damit will sie die Kommunikation zwischen den Demonstranten erschweren. Zudem soll die Veröffentlichung von Berichten, Fotos und Videos über die Massenproteste so unterdrückt werden. 

Gestürzter Schah-Sohn stichelt weiter
Derweil rief Reza Pahlavi, der Sohn des 1979 gestürzten Schahs, in einer neuen Botschaft an die Protestbewegung zur nächsten Phase des Aufstands auf, „um die Islamische Republik zu stürzen“. Neben der Besetzung zentraler Straßen in Städten seien jetzt auch alle Institutionen, die für die Staatspropaganda und die Unterbrechung der Kommunikation verantwortlich seien, „legitime Ziele“, erklärte Pahlavi auf der Onlineplattform X. Wegen der Internetsperre ist jedoch unklar, inwieweit man im Iran seine Forderungen zu sehen bekommt.

Pahlavi forderte zudem, außerhalb des Irans an allen iranischen Botschaften und Konsulaten die „schändliche Flagge der Islamischen Republik“ gegen die alte Flagge auszutauschen, die zuletzt während der Herrschaft seines Vaters Schah Mohammed Reza Pahlavi genutzt worden war. Dessen prowestliche Monarchie wurde 1979 durch eine islamische Revolution gestürzt. Der Schah verließ das Land mit seiner Familie und starb im Ausland.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt