Landeshauptmann Doskozil fordert die rasche Rückholung der gestrandeten Burgenländer, danach will er eine Debatte über die nicht einsatzfähigen Hercules-Maschinen führen.
Die Lage im Nahen Osten spitzt sich zu. Rund 17.700 Österreicher sind mittendrin. Geschlossene Flughäfen, eingestellter Linienflugverkehr, gesperrter Luftraum – eine reguläre Ausreise ist derzeit kaum möglich. In den vergangenen Tagen sind auch im Büro von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil unzählige Nachrichten von Burgenländern eingelangt, die sich im arabischen Raum befinden und aufgrund der angespannten Lage nicht wie geplant zurückreisen können.
Man stehe in Kontakt und versuche, bestmöglich zu unterstützen, heißt es aus dem Landhaus nach einer Krisensitzung.
„Betroffene zurückbringen“
Die Verunsicherung sei dennoch groß. Einige Burgenländer hätten inzwischen vom Außenministerium konkrete Rückkehrmöglichkeiten angeboten bekommen, heißt es. Für Doskozil ist die Linie klar: „Jetzt geht es darum, dass die Menschen rasch und sicher nach Hause kommen. In einer solchen Situation müssen alle verantwortlichen Stellen eng zusammenarbeiten. Ich bin überzeugt, dass das Außenministerium und die Botschaften alles daransetzen, die Betroffenen sicher zurückzubringen.“
„Helfen, wo man könne“
Man werde mithelfen, wo man mithelfen könne. Politische Debatten will der frühere Verteidigungsminister derzeit nicht führen. Mit Blick auf die Zeit danach hält er jedoch fest: „Wenn alle Österreicher wieder in Sicherheit sind, wird die Diskussion zu führen sein, warum etwa Hercules-Transportmaschinen nicht einsatzfähig waren. Nicht zum ersten Mal. Das ist für Österreich eine Peinlichkeit. Diese Fragen gehören aber in eine ruhige und seriöse Aufarbeitung nach der Krise.“
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