Wie geht es in dem Konflikt mit Russland weiter? Tiefgreifende Antworten gibt Gerhard Mangott, Uni-Professor für Internationale Beziehungen. Militäroffiziere in der EU bleiben skeptisch.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine geht in das fünfte Jahr. Die Konflikte, die seit 2014 offen schwelen, sind am Morgen des 24. Februar 2022 eskaliert. Putin trieb den Nachbarstaat im Süden, Osten und Norden in die Enge. Doch die rasche Eroberung Kiews und der Sturz der ukrainischen Regierung – geplant für Ende März 2022 – scheiterten. Seither sieht die Welt einem nicht enden wollenden Feldzug gegen die Menschlichkeit zu.
Situation in Schlaining erörtert
„Heute mehren sich die Indizien, dass Bemühungen um eine Waffenruhe eine realistische Chance auf Verwirklichung haben könnten“, geben Experten zu bedenken. Die aktuelle Situation in der Ukraine wird hinter den ehrwürdigen Mauern der Friedensburg Schlaining erörtert.
Russland-Experte Gerhard Mangott berichtet am Donnerstag ab 18 Uhr im Gespräch mit ACP-Präsident Norbert Darabos und ACP-Direktor Tobias Lang über die derzeitige Lage im Krisengebiet und neue Perspektiven.
Wie lange noch Krieg?
Beleuchtet werden die Fragen: Wie lange können beide Seiten den Krieg noch führen? Was dürfen wir in nächster Zeit erwarten? Weitreichende Folgen eines Friedensschlusses – sowohl für die Bevölkerung vor Ort als auch für Österreich und die EU – zeigt Mangott ebenfalls auf.
Skepsis in der EU
Skepsis herrscht in militärischen Kreisen in Europa vor. Bei einem Treffen mit Offizieren vor wenigen Wochen nahe dem EU-Parlament in Brüssel hat keiner der Insider, die tiefe Einblicke in politische Machtzentren von Armeen haben, mit einem Kriegsende vor Ablauf der zweiten Jahreshälfte 2026 gerechnet.
„Trotz aller Sehnsucht nach Frieden ist nicht davon auszugehen, dass sich Russland von seinen Zielen, die zum Ausbruch des Krieges geführt haben, abbringen lassen wird“, teilt ein hochrangiger Militärbeauftragter aus Österreich im Vertrauen mit.
Die Handlungsspielräume von der Politik und der Zivilgesellschaft in Europa erörtert, um aktiv auf das Geschehen Einfluss zu nehmen.

Tobias Lang, ACP-Direktor
Bild: LMS/Stefan Wiesinger
Hoffnung lebt
Ein Waffenstillstand stehe nicht unmittelbar bevor, sagte er. Von GPS-Störungen und anderen Sabotageakten, um Europa und die NATO-Einheit zu destabilisieren, werde Russland nicht ablassen, so die Überzeugung. Nachsatz: „Russland sieht sich im Verteidigungskonflikt. Die eigene Kultur sei gefährdet, heißt es. Falls eine Waffenruhe vereinbart wird, dann dürfte es sich eher um eine strategische Pause handeln.“ Die Hoffnung lebt auf der Friedensburg.
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