Präsident Petro:

Trump erwog „militärische Operation“ in Kolumbien

Außenpolitik
09.01.2026 23:03

US-Präsident Donald Trump hatte vor wenigen Tagen gesagt, dass ein Militäreinsatz gegen Kolumbien „gut klinge“. Das Land werde von einem „kranken Mann“ regiert, der es liebe, „Kokain zu produzieren (…)“. Nun hat Kolumbiens Präsident Gustavo Petro Stellung bezogen – und damit wohl für Überraschung bei vielen Menschen gesorgt ...

So habe ihm Trump tatsächlich in einem Telefonat gesagt, „dass er darüber nachdachte, in Kolumbien schlechte Dinge zu tun“, sagte Petro. „Der Hinweis war, dass sie bereits etwas vorbereiten, eine militärische Operation.“ Was konkret geplant gewesen sei, wisse er aber nicht, sagte der linksgerichtete Präsident weiter. Die Vorgänge in Venezuela hätten bei ihm die Sorge ausgelöst, selbst persönlich betroffen zu sein.

Nach einem ungefähr einstündigen Telefonat mit Trump am Mittwoch habe sich die Lage schließlich entspannt. „Ich glaube, sie [die Bedrohung] wurde eingefroren, aber ich kann mich irren“, sagte Kolumbiens Präsident. Er habe in dem Gespräch seine Positionen dargelegt, unter anderem zum Kampf gegen Drogen. „Ich weiß, dass viele Lügen über Sie erfunden wurden, genauso wie über mich“, habe ihm Trump dann gesagt. Der US-Präsident kündigte bereits ein Treffen im Weißen Haus in der ersten Februarwoche an. „Ich bin sicher, dass es für Kolumbien und die USA sehr gut ausgehen wird, aber der Import von Kokain und anderen Drogen in die USA muss gestoppt werden.“

Zitat Icon

Trump sagte in einem Telefonat, dass er darüber nachdachte, in Kolumbien schlechte Dinge zu tun. Der Hinweis war, dass sie bereits etwas vorbereiten.

Kolumbiens Präsident Gustavo Petro

Eine Drohung nach der anderen
Wie berichtet, hatten US-Streitkräfte am vergangenen Wochenende Venezuela angegriffen, Diktator Nicolás Maduro festgenommen und in die Vereinigten Staaten gebracht. Der Konflikt zwischen den beiden Staaten war in den vergangenen Monaten eskaliert. Seit September hatte das US-Militär vor der Küste Venezuelas zahlreiche Kriegsschiffe, Kampfflugzeuge und Streitkräfte zusammengezogen. Am Freitag teilte Trump mit, einen zweiten Angriff auf das südamerikanische Land vorerst abgesagt zu haben. Als Gründe nannte er unter anderem die Freilassung von politischen Gefangenen und die gute Zusammenarbeit der beiden Länder bei der Öl- und Gasinfrastruktur.

Petro zeigt Bereitschaft im Kampf gegen Drogenhandel
Zuvor hatte der US-Präsident bereits Kuba und Kolumbien mit Militärangriffen gedroht. Ein Militäreinsatz gegen Kolumbien klinge für ihn gut, sagte er etwa. Das Nachbarland von Venezuela gilt als wichtiger Produktionsstandort für Kokain und hat Millionen Menschen aus Venezuela aufgenommen, die vor dem Maduro-Regime geflüchtet sind. Ende Oktober verhängte Trump Sanktionen gegen Petro.

Petro hat das militärische Vorgehen der Vereinigten Staaten gegen Venezuela scharf kritisiert. Am Freitag forderte er das Nachbarland schließlich auf, gemeinsam gegen Drogenhändlerinnen und Drogenhändler auf beiden Seiten der Grenze vorzugehen. Er habe Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez zu einer Zusammenarbeit „eingeladen“.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt